Bundesliga

Die 5 wichtigsten Fragen zum 13. Spieltag: Endlich Spannung im Meisterschaftskampf?

November 26, 2021

Es geht wieder eng zu an der Tabellenspitze der Bundesliga. Zugleich kämpfen mehrere Top-Teams um ihre Form. Im Abstiegskampf trennt sich derweil die Spreu langsam vom Weizen.

Lassen sich die Bayern von Covid und Katar aus der Bahn werfen?

Es scheint so, als würde sich momentan nur sehr wenig bei Bayern München um Fußball drehen. Stattdessen ging es in den vergangenen Tagen vornehmlich um das Sponsoring von Qatar Airways und vor allem um den Impfstatus einiger Stammspieler. Der Ausfall von Joshua Kimmich, der mittlerweile positiv auf Covid-19 getestet wurde, schmerzt nicht nur angesichts des internen und medialen Trubels, sondern auch fußballerisch. Denn ohne Kimmich fehlt den Bayern ein ballsicherer Spieler im Mittelfeld, der sich dem Pressingdruck der Gegner widersetzen kann. Arminia Bielefeld, das am Samstagabend in der Münchener Allianz Arena gastiert, wird ebenso versuchen, mit gezielten Attacken das Mittelfeldzentrum des FC Bayern in Ballverluste zu treiben. Normalerweise sollte jedoch die Qualität des Tabellenführers ausreichen, um sich gegen einen Abstiegskandidaten durchzusetzen. Aber was ist schon normal bei den Bayern in diesen Tagen …

Bleibt der BVB endlich einmal am Tabellenführer dran?

Borussia Dortmund erlebte in dieser Woche eine Bruchlandung in der Champions League. Die 1:3-Niederlage gegen Sporting markierte das vorzeigte Ausscheiden aus der Königsklasse. Die Leistung in Lissabon erinnerte in Zügen an andere Auftritte in dieser Saison, als der BVB bereits kostbare Punkte in der Bundesliga liegenließ. In manchen Spielen passieren den Dortmundern schlicht zu viele einfache Abspielfehler und in der Defensive werden die entscheidenden Zweikämpfe nicht gewonnen. Eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen Bayern muss der BVB nun gegen Wolfsburg gewinnen, damit er am Tabellenführer dranbleiben kann. Die unter Florian Kohfeldt wiedererstarkten Wölfe haben allerdings genau jene Mittel, also gutes Anlaufen gegen den Ballbesitz sowie starke Dribbler auf den Außenbahnen, um den Dortmundern wehzutun.

Wer gewinnt das Abstiegsduell in Berlin?

Die Pleite im Derby hat die Stimmung bei Hertha BSC erneut gen Tiefpunkt gezogen. Wenn die Herthaner bei eigenem Ballbesitz gefordert sind, wird die Ideenlosigkeit des Dárdai-Fußballs meist offensichtlich. Das könnte am Samstag im Kellerduell mit dem FC Augsburg ebenso wieder zum Vorschein kommen, denn die Augsburger sind bekanntermaßen eine Konter-orientierte Mannschaft, die wenig Interesse daran hat, das Spiel im Olympiastadion zu gestalten. Am Kader kann die offensive Ideenlosigkeit eigentlich nicht liegen, denn Hertha verfügt über gute Passspieler. Doch wenn der Cheftrainer selbst unkreativ bleibt, dann wird es für die Berliner schwer.

Kommt Leipzig endlich in die Spur?

Jesse Marsch muss aufgrund eines positiven Covid-Tests momentan aus der Quarantäne heraus seine Mannschaft managen. In Abwesenheit des US-Amerikaners schossen sich die Leipziger unter der Woche beim 5:0 gegen Club Brügge den Frust von der Seele. In der Liga kommt RB Leipzig schlicht nicht in die Spur und zeigt nach guten Leistungen wie zuletzt gegen Borussia Dortmund umgehend wieder unterdurchschnittliche Vorstellungen. Gegen Brügge versuchte es Leipzig einmal mehr mit einem neuen taktischen Experiment – dieses Mal mit Viererkette und Raute im Mittelfeld. Vielleicht ist das die Lösung, um auch am Sonntag gegen Bayer Leverkusen und deren Spielstärke zum Erfolg zu gelangen.

Wer regiert am Rhein?

Köln gegen Mönchengladbach war vor einigen Jahrzehnten das Derby schlechthin in der Bundesliga. Die Zeiten haben sich natürlich geändert, aber trotzdem geht es bei diesem Spiel um jede Menge Prestige, denn die Fans beider Clubs können sich nicht ausstehen. Der 1. FC Köln hat in den vergangenen Wochen etwas geschwächelt, die Spielweise von Steffen Baumgart wurde aufgrund der großen Risikobereitschaft bestraft. Bei Borussia Mönchengladbach zeigt die Formkurve trotz einiger Ausfälle (Nico Elvedi, Breel Embolo u.a.) nach oben, nur bleibt das Gefühl, dass das spielerische Konzept immer noch nicht ganz ausgereift ist. In der Vergangenheit gab es bei diesem Rheinderby meist einen klaren Favoriten. Das ist in dieser Saison anders.