Champions League

Champions League-Qualifikation: Rekordmeister kämpfen um Königsklasse

Juli 20, 2021

Die 2. Runde der Champions League-Qualifikation steht ganz im Zeichen der Rekordmeister: In 13 Duellen sind die erfolgreichsten Titelsammler aus 15 Ländern im Einsatz. Wir kennen die vier spannendsten Duelle – und auch jenes mit starker deutscher Beteiligung.

Die Qualifikationsrunden im Europacup können mitunter etwas unübersichtlich werden. Daher nur ganz schnell angerissen: Über den sogenannten Champions-Weg der aktuellen Titelträger ihres Landes stehen die Hinspiele in zehn Duellen auf dem Programm. Die zwei Highlights:

Malmö FF – HJK Helsinki

In der Ganzjahresmeisterschaft in Schweden sind bereits 12 Runden gespielt, Malmö präsentiert sich dabei bisher in guter Form: Das Team des ehemaligen dänischen Weltklassestürmers Jon Dahl Tomasson hat erst zweimal verloren. Im Duell mit den Nachbarn aus Finnland gehen die Schweden als Favoriten – nicht nur aufgrund der Generalproben, die Helsinki am Samstag gegen Nachzügler AC Oulu mit 1:2 verlor und Malmö gegen Degerfors IF mit 5:0 gewinnen kontte.

Ferencvaros Budapest – FK Zalgiris Vilnius

Es war durchaus eine Überraschung, dass der ungarische Meister Ferencvaros Budapest im Vorjahr die Gruppenphase der Champions League erreichte. Auch heuer will der Rekordmeister wieder in der Königsklasse mitmischen. Die erste Hürde FC Prishtina wurde mit einem Gesamtscore von 6:1 solide genommen, nun wartet der litauische Rekordtitelträger auf das Team von Peter Stöger. Der österreichische Ex-Dortmund- und Köln-Trainer wechselte diesen Sommer von Austria Wien nach Ungarn.

Die Top-Spiele dieser Qualifikationsrunde stehen aber in den drei Duellen des Platzierungswegs auf dem Programm:

SK Rapid Wien – Sparta Prag

In der Saison 2005/06 schaffte es Rapid Wien zuletzt, in die Königsklasse einzuziehen. Das Team des früheren Wolfsburg-Legionärs Dietmar Kühbauer wurde Vizemeister hinter Serienmeister Red Bull Salzburg und steht vor einem ausgeglichenem Duell mit dem tschechischen Titelträger. In den Weg stellen wird sich den Österreichern nicht zuletzt Adam Hlozek, der 18-Jährige gilt als größtes Talent des Landes seit Ex-Dortmund-Start Tomas Rosicky.

Celtic Glasgow – FC Midtjylland

Während die Meisterschaft in Schottland erst Ende Juli startet, hat der FC Midtjylland bereits die erste Runde hinter sich. Gegen Odense BK gab es zum Auftakt in die neue Spielzeit eine 1:2-Pleite. Der schottische Rekordchampion geht als leichter Favorit ins Duell, der neue Trainer Ange Postecoglou darf sich über die Neuzugänge Kyogo Furuhashi und Liel Abada freuen, für die knapp 10 Millionen Euro ausgegeben wurden. Celtic hat heuer viel vor, immerhin war man als Titelverteidiger alles andere als glücklich, am Ende der Vorsaison 20 Punkte hinter Lokalrivale Glasgow Rangers gelandet zu sein.

PSV Eindhoven – Galatasaray Istanbul

Ex-Leverkusen-Coach Roger Schmidt hat mit Mario Götze, Philipp Max und Vincent Müller drei Deutsche im Kader und seinen früheren Salzburg- und Leverkusen-Schützling Andre Ramalho als Innenverteidiger dazubekommen. Auch Marco van Ginkel (Chelsea) und Philipp Mwene (Mainz) wechselten nach Eindhoven, dafür schloss sich Stürmer Joel Piroe Swansea City an. Schmidt und die Truppe von Trainerlegende Fatih Terim aus der Türkei eint, dass beide Teams noch bis Mitte August auf Saisonstart in der eigenen Liga warten müssen. Es wird ein Duell auf Augenhöhe werden.