DartsPremier League

Die PDC Summer Series als große Standortbestimmung

Juli 8, 2020

Fünf Tage lang kämpfen 127 Spieler und Lisa Ashton – die einzige Dame im Teilnehmerfeld – täglich um einen Turniersieg. Nach zahlreichen Turnierverschiebungen und Absagen versucht die PDC mit der neu geschaffenen Summer Series nun einige aufgeschobene Turnier nachzuholen. Genauer gesagt geht es dabei um Turniere der Players Championship-Reihe, die Teil der Pro Tour ist. Pro Turnier treten 128 Spieler an, um sich an einem Tag im K.o.-System einen Sieger auszumachen. Normalerweise finden diese Players Championship-Turniere verteilt über das Jahr an diversen Wochenenden statt. Ein Turnier samstags, eines sonntags. Nun gibt es also fünf Tage Players Championship en suite.

Pro Turnier gibt es ein Preisgeld von 10.000 Pfund zu gewinnen. Sollte ein Spieler über die gesamte Serie alles gewinnen, könnte man sich 50.000 Pfund in die Rangliste einspielen. Für die Summer Series wird es zudem eine eigene Wertung geben. Jener Spieler, der diese Wertung nach den fünf Turnieren anführt, erhält einen Startplatz beim Grand Slam of Darts im Herbst. Zudem ist die Summer Series die letzte Chance, um sich für das prestigeträchtige World Matchplay zu qualifizieren, das bereits am 18. Juli beginnen wird.

Die Summer Series wird im Vorfeld des Matchplays auch als klare Standortbestimmung dienen. Während einige Spieler ihre Trainingsleistungen bei diversen Onlineturnieren durchaus öffentlich präsentiert haben, hielten sich andere hier eher zurück. Bewerbsspiele in Form der PDC Home Tour sind wohl aufgrund der Charakteristik eher als Trainingsspiele zu kategorisieren. Eins gegen Eins-Duelle in persona auf PDC-Ebene gab es nun schon seit fast vier Monaten nicht mehr. Dennoch ist mit den Topspielern Michael van Gerwen, Peter Wright und Gerwyn Price auch bei den Summer Series hoch zu rechnen. Shootingstar Nathan Aspinall und Doppelweltmeister Gary Anderson zeigten bei der Home Tour ein absolutes Weltklasseniveau und zählen wohl auch zu heißen Anwärtern auf einen Turniersieg bei der Home Tour.

Definitiv keinen Sieg einfahren werden etwa alle drei spanischen Profis, der Schwede Daniel Larsson oder auch Deutschlands Nummer fünf Steffen Siepmann. Sie alle reihen sich in eine Gruppe von insgesamt zwölf Spielern ein, die aus diversen Gründen nicht an der Summer Series teilnehmen. Statt ihnen rückten die besten Spieler der Challenge Tour, der zweithöchsten Turnierserie, in den Pro Tour-Betrieb nach.

Für Überraschungen sind Players Championship-Events ohnehin immer gut. So konnte dieses Jahr zum Beispiel Ryan Searle bereits ein Turnier gewinnen und immer wieder finden sich auch Spieler außerhalb der Top 16 im Viertel- oder Halbfinale wieder. Eine konkrete Prognose für die anstehende Serie lässt sich vor allem aufgrund der langen Pause kaum treffen. Äußerst knapp wird es vor allem im Rennen um die Pro Tour-Startplätze für das World Matchplay. Hier hat Gabriel Clemens sehr gute Chancen einen dieser Plätze zu ergattern. Mensur Suljovic wird sich über ein Top 16-Ranking in der Order of Merit ebenfalls qualifizieren. Die kommenden Tage werden zeigen, wer die Corona-Pause gut nutzen konnte und wer vielleicht im Sommer die eine oder andere Trainingseinheit mehr einlegen muss.