Esports

PUBG & Fortnite für Einsteiger

Mai 28, 2020März 12th, 2021

Bekannte Entwickler, wie zum Beispiel die Macher hinter Call of Duty, aber auch zur damaligen Zeit noch eher unbekanntere Firmen, wie Epic Games, brachten ihre eigenen Battle Royale Spiele heraus.

Angefangen hat alles 2012, als Minecraft-Fans die Modifikation „Hunger Games“ auf ihre Server luden und allen Spielern frei zugänglich machten. Angelehnt an den Film „Die Tribute von Panem“ wurde das Genre schnell zu einem Hit in der Gamer-Szene. Auf diesen Zug sprang dann der Arma 3 Spieler und Mod-Entwickler „PLAYERUNKNOWN“ auf und brachte 2015 eine Modifikation für Arma 3 auf die Server. Diese Modifikation war der erste, grafisch aufwendig gestaltete Kontakt vieler älterer Gamer mit dem Battle Royale-Genre. Der endgültige Durchbruch gelang 2016, als PLAYERUNKNOWN sein Standalone Battle Royale „PLAYERUNKNOWN’S Battlegrounds“ auf Steam zum Verkauf anbot. PUBG wurde sofort zum Kassenschlager und verkaufte sich viele Millionen Male. An diesem Punkt war jedem klar, dass ein neues Top-Genre geboren war. Kurz nach dem Erfolg stiegen auch weitere Firmen ins Geschäft ein. Der wohl bekannteste Fall ist Epic Games, welche mit dem Spiel „Fortnite“ derzeit auf Platz 1 des Battle Royale Treppchens stehen.

Battle Royale hat ein klares und einfaches Ziel. Auf einer Insel landen (meistens) 100 Spieler und nur ein Spieler oder ein Team darf die Insel, bzw. die Map lebendig verlassen. Im Verlauf eines Battle Royale Spiels versucht man sich durch das Suchen von Ausrüstung (Loot) einen Vorteil gegenüber seinen unzähligen Gegenspielern zu verschaffen. Dabei gibt es neben unterschiedlich starken Waffen auch Rüstungen und Verbrauchsgegenstände aller Art. Je nach Spiel und Größe der Karte gibt es zusätzlich sogar Fahrzeuge, wie Autos, oder Quads bis hin zu Helikoptern. Ein wichtiger Aspekt der Battle Royale Spiele ist zudem noch die Zone. Die Zone ist ein kreisförmiger Bereich, der, je nachdem wie weit das Spiel fortgeschritten ist, immer kleiner wird. Dadurch wird verhindert, dass das Spiel unnötig in die Länge gezogen wird.

Battle Royale Games unterscheiden sich auch oft sehr stark voneinander. Deckung ist, wie in jedem anderen Shooter auch, in diesen Spielen sehr wichtig. In PUBG, Apex Legends oder Call of Duty: Warzone gibt es dabei nur die Möglichkeit, sich in einem Haus oder hinter einer Wand oder etwas ähnlich Massivem zu verstecken. In Fortnite dagegen wurde die Mechanik um einen „Baumodus“ ergänzt, der es ermöglicht seine Deckung selbst zu bauen. So entstehen in Fortnite oft riesige Kämpfe in selbstgebauten Festungen. Am Anfang können solche Kämpfe sehr verwirrend erscheinen. Mit der Zeit werden sie jedoch einfacher zu verfolgen.

Die derzeit bekanntesten und im E-Sport wichtigsten Battle Royale Vertreter sind Fortnite, PUBG, Call of Duty: Warzone und Apex Legends. Im E-Sport sind Teambewerbe beliebter, da sie nicht so einen großen Zufallsfaktor besitzen, wie der Einzelspielermodus. In vielen Partien sind die ersten Minuten für die Spieler schon spielentscheidend. Landet man nicht an einem guten Ort, beziehungsweise haben Gegner mehr Glück und finden vor einem eine gute Waffe oder Ausrüstung, kann das Spiel schnell wieder vorbei sein. Dieses Problem lösen Teambewerbe, wo in Teams von bis zu vier Spielern mindestens einer schnell eine Waffe finden sollte. Auch das Wiederbeleben von gefallenen Mitspielern ist im Teamplay möglich.

Der Battle Royale Modus ist spätestens mit dem Fortnite World Cup (die Weltmeisterschaft für Fortnite-Spieler), wo es insgesamt 100 Millionen US-Dollar zu gewinnen gab, in der E-Sport Szene zur Gänze angekommen. Obwohl viele E-Sports-Fans anfangs sehr skeptisch waren, wie man ein Spiel mit bis zu 100 Spielern gleichzeitig veranstalten soll, hat Epic Games 2019 gezeigt, wie es geht. Für 2020 wurde der Fortnite World Cup leider bereits abgesagt, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis Epic Games wieder ein gigantisches Turnier veranstalten wird.