Eishockey

DEL startet neu durch: Wenn ab sofort die Mannschaften der Nord- und Süd-Staffel aufeinandertreffen, wird sich zeigen, wo die Teams wirklich stehen

März 20, 2021

Die DEL-Saison setzt zum Start in die zweite Halbzeit des Grunddurchgangs an. Ab sofort treffen die in zwei Gruppen eingeteilten Teams auch regionenübergreifend aufeinander. Zum Auftakt treffen sich zwei Mannschaften, die sich diese Saison anders vorgestellt hatten.

Wenn die Nürnberg Ice Tigers am Samstag (17:30 Uhr) die Iserlohn Roosters empfangen, trifft das Schlusslicht der Gruppe Süd auf den 4. der Gruppe Nord. Und doch ist es ein besonderes Spiel – denn es ist gleichzeitig der Startschuss zu den Überkreuzspielen der in diesem Jahr verkürzten DEL-Saison.

Viermal standen die Teams bisher ihren Konkurrenten aus derselben Gruppe gegenüber, nun geht es erstmals gegen Gegner aus anderen Regionen. Für die Ice Tigers auch die Chance für den Neustart in einer bisher verkorksten Saison. Unter der Woche wurde mit Stefan Ustorf ein neuer Sportdirektor vorgestellt, der ein großer Name im deutschen Eishockey ist, holte er doch als Spieler zwischen 2005 und 2012 sechs Meisterschaften mit den Eisbären Berlin.

Gradmesser für Kräfteverhältnisse

Im zweiten Teil des Grunddurchgangs treffen sich die Staffeln der Nord- und Süd-Gruppe zu Hin- und Rückspielen. Die Spiele werden auch ein Gradmesser für die Kräfteverhältnisse in den beiden Tabellen. „Danach wird man sehen, wie die Verhältnismäßigkeiten sind. Das vom Fernsehen oder Videos zu beurteilen, ist immer schwierig“, sagte etwa Nürnbergs Coach Frank Fischöder gegenüber „Nordbayern.de“. Der Trainer erwartet sich Iserlohn so, wie er das Team aus den Vorjahren kennt: „Das ist immer eine Mannschaft, die hart rödelt, viel läuft, sehr unangenehm ist“.

Für die Franken startet damit vor allem die Hoffnung auf erfolgreichere Zeiten. „Wir haben die Runde im Süden nicht ganz so erfolgreich absolviert, wie wir und das vorgestellt haben, aber jetzt freuen wir uns, dass wir gegen andere Gegner spielen dürfen“, erklärt Ice-Tigers-Verteidiger Oliver Mebus. „Wir schauen, dass wir das Beste daraus machen“.

Iserlohn: 4 Siege in 7 Spiele unter dem neuen Coach

Auch bei den Roosters war in dieser Saison nicht alles so, wie man es sich vorgestellt hatte. Nach einem Negativlauf Anfang des Jahres trennte man sich Ende Februar von Coach Jason O’Leary und fand danach wieder halbwegs in die Erfolgsspur zurück. Unter dem vorherigen Assistenzcoach Brad Tapper läuft es besser: In 7 Spielen holte der Neo-Trainer 4 Siege. Zuletzt gab es einen 4:0-Erfolg gegen die Wolfsburg Grizzlys, mit Rang 4 steht man aktuell gerade noch auf einem Playoff-Platz. Die Playoffs finden ab 20. April statt – die jeweils besten 4 Teams der beiden Staffeln treffen sich im Modus „Best of Three“, zum Aufstieg in die nächste K.O.-Runde sind also nur zwei Siege nötig. Wer dort die tatsächlich die besten Karten hat, um sich heuer die Meisterkrone aufzusetzen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Denn die Überkreuzspiele werden vor allem zeigen, wo die Teams wirklich stehen. Punktemäßig konnten sich im Norden die Eisbären Berlin (52 Punkte) und im Süden die Adler Mannheim (58) von den Gegnern abheben. Zum mit Spannung erwarteten ersten Duell der beiden Spitzenteams der jeweiligen Staffeln kommt es aber erst am 11. April.