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NFL-Powerranking: Welches Team konnte bisher überraschen? Wer enttäuschte?

Oktober 19, 2021Oktober 28th, 2021

Sechs Wochen ist die neue NFL-Saison bereits alt. Einige Teams überraschten – etwa die Arizona Cardinals, die als einziges Team noch ungeschlagen sind. Von anderen Teams war mehr zu erwarten, die Chiefs etwa haben bereits drei der ersten sechs Partien verloren. Wir geben ein Statusupdate über klare Kandidaten für die Playoffs und Teams, für die es offenbar noch richtig schwer wird.

Die Überflieger
Die Cardinals sind das Team der bisherigen Saison. Letzte Woche schlugen sie die San Francisco 49ers, obwohl sie alles andere als in Hochform agierten. Am vergangenen Sonntag waren sie der Außenseiter auswärts bei den Cleveland Browns und fegten dann mit 37:14 über die Gastgeber hinweg. Ohne Headcoach Kliff Kingsbury wohlgemerkt, denn der fiel aufgrund eines positiven COVID-Tests aus.

Beeindruckend ist neben Kyler Murray, dem jungen Quarterback, vor allem die Defense. Baker Mayfield von den Browns musste satte fünf Sacks einstecken, vier Turnovers gelangen ebenso. Nächstes Wochenende warten die Houston Texans.

Die Altstars
Eine alte Leier beschäftigt die Fans von SuperBowl-Sieger Tampa Bay – Rob Gronkowski ist wieder einmal verletzt. Aber auch ohne seine Anwesenheit weiß Tom Brady mit dem Spielgerät umzugehen. Die Buccaneers machen sich aber nichts aus Stilmittel. Am vergangenen Wochenende gewann das Team aus Florida mit 28:22 bei den Philadelphia Eagles.

In der zweiten Halbzeit hatte die Offensive rund um Brady so gut wie abgestellt, nachdem man mit 28:7 in Führung lag. Am Schluss wurde es beinahe noch knapp. Man hatte das Gefühl, dass man sich in Tampa der noch vielen kommenden Spiele bewusst ist.

Nächste Woche kommen die Chicago Bears zu Besuch. Als Favorit müssen die Bucs eigentlich auf 6:1 in ihrem Ranking stellen, der Weg Richtung Playoffs ist momentan kein schwieriger. Die einzige Saison-Niederlage in Week 3 gegen die Rams scheint längst vergessen.

Die Veränderten
Bereits früh in der Saison wird Ravens-Quarterback Lamar Jackson als möglicher MVP gehandelt. Baltimore steht derzeit bei 5:1 und dass obwohl sie schwer von Verletzungen geplagt sind. Die Offensive Line ist schwer angeschlagen, Running Backs fehlen ebenso, nichtsdestotrotz schaffen es die Ravens eine schlagkräftige Truppe aufzustellen.

Entscheidender Mann ist eben Lamar Jackson, der sich noch einmal weiterzuentwickeln scheint. Er liefert ein unfassbares Passspiel, nimmt im richtigen Moment aber auch die Beine in die Hand und macht seine Yards selbst. Die Defenses der Liga haben wirklich große Schwierigkeiten, ihn zu bändigen.

Gegen die Chargers siegte man souverän mit 34:6, es war der fünfte Sieg in Folge. Am kommenden Sonntag wird es gegen die Bengals wohl wieder die Lamar-Jackson-Show geben, es spricht momentan alles dafür.

Die Geforderten
Es sind derzeit nicht die Chiefs der vergangenen Jahre. Es hapert gewaltig in Kansas City, momentan steht man nur bei 3:3 nach sechs Spieltagen. Die Offensive macht sich zumeist mit vielen kleinen Fehlern das Leben selbst schwer. Die Defense hat nicht ansatzweise die Durchschlagskraft, die man von ihnen erwartet.

Am Sonntag konnte man immerhin gegen Washington gewinnen, doch davor setzte es mit einem 20:38 gegen die Buffalo Bills eine herbe Niederlage. Nun folgen für Patrick Mahomes, Travis Kelce und Co. zwei Spiele, bei denen sie ihre Dinge in Ordnung bringen müssen – gegen die Titans und die Giants. Danach wartet Green Bay, die die Chiefs in der jetzigen Form überrollen würden.

Die Verlorenen
Viele sagen, es musste so kommen: Die Seattle Seahawks stehen momentan vor einem Scherbenhaufen, denn Star-Quarterback Russell Wilson fällt mit einer Fingerverletzung noch mindestens zwei bis drei Wochen aus. Derzeit liegt man mit 2:4 am Ende der NFC West. Das Problem neben dem Ausfall von Wilson ist vor allem die Defense. Das Konzept scheint veraltet und fruchtet gegen das schnelle und vielseitige Spiel vieler Teams absolut nicht.

Offensiv hat Wilson in den letzten Jahren einiges kompensieren können. Jetzt wo er nicht helfen kann, sieht man die vielen Schwächen, die in den letzten Jahren nicht behoben wurden, noch deutlicher. Bei der Niederlage der Seahawks gegen die Steelers musste das Team aus Seattle einen weiteren Schock verdauen. Defensive End Darrell Taylor blieb nach einem Gerangel beim Stand von 17:17 reglos liegen und wurde dann minutenlang behandelt, ehe er ins Krankenhaus gebracht wurde. Er scheint sich am Nacken verletzt zu haben, das Team gab nach dem Spiel leichte Entwarnung.