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EURO Update: Eriksen-Schock, souveräne Belgier, enttäuschende Türken

Juni 14, 2021

Drei Spieltage, sieben Spiele und schon richtig viel passiert bei dieser EURO. Und nicht nur schöne Szenen. Zum Glück scheint es Christian Eriksen nach seinem Kollaps inklusive Herzstillstands am Samstag wieder einigermaßen gut zu gehen, das ist das Wichtigste.

Dass die Dänen am Samstag das, keine zwei Stunden nach der (zum Glück erfolgreichen) Wiederbelegung eines Teamkollegen und Freundes, wieder angepfiffene Spiel gegen Finnland schließlich verloren, ist nur eine Randnotiz. Die Entscheidung noch am gleichen Abend weiterzuspielen (und nicht am nächsten Tag), trafen die Spieler selbst. Sogar Eriksen soll aus dem Krankenhaus sein Votum dafür abgegeben haben. Kritische Stimmen, die es als fahrlässig ansehen, Spielern im Schockzustand solch eine Entscheidung zu überlassen, gab es zur Genüge.

Nun aber zum Sportlichen.

Highlights und Lowlight

Das wohl beste Spiel bislang gab es am gestrigen Abend. Die Niederlande und die Ukraine lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams agierten überraschend stark. Wir sind gespannt, welche Rolle sie im weiteren Verlauf noch spielen können.

Und welche Rolle Österreich in dieser Gruppe spielt. Die Truppe mit starkem Bundesliga-Einschlag konnte Nordmazedonien zwar mit 3:1 schlagen und somit den ersten Sieg bei einer EM-Runde überhaupt einfahren. So richtig überzeugend war das über weite Strecken aber noch nicht, auch wenn einige Akteure – allen voran Neo-Real-Akteur David Alaba – starke Leistungen abrufen konnten.

Überzeugen konnten hingegen Italien zum Auftakt gegen die Türkei und Belgien gegen Russland. Beide Mannschaften darf man ohne Zweifel zu den Favoriten zählen. Mit zwei Toren zeigte Romelu Lukaku schon im ersten Spiel auf, der Angreifer ist einer der großen Favoriten auf den Titel des Torschützenkönigs. Die Türkei wiederum, der man im Vorfeld durchaus die Rolle des gefährlichen Außenseiters zutrauen konnte, enttäuschte auf ganzer Linie.

Weitaus zäher ging es bei England gegen Kroatien zu. In einem unterdurchschnittlichen Spiel konnten die Three Lions Kroatien zwar schlagen, dabei aber nicht begeistern. Harry Kane blieb blass, wirkte müde und vergab eine Großchance in ungewohnter Manier. Genauso blass und meist harmlos blieben die Kroaten.

Ein Unentschieden gab es bislang – zwischen Wales und der Schweiz. Wobei die Eidgenossen weitaus mehr vom Spiel und auch noch ein paar gefährliche Chancen hatten. Gegen Italien stehen die Schweizer nun schon unter Druck, wurde als Ziel doch das Überstehen des Achtelfinals ausgegeben. Das Gute: Dank 24 Mannschaften bei dieser Endrunde kommen sogar vier von sechs Gruppen-Dritte weiter. Und in KO-Duellen ist dann ohnehin alles möglich.

Deutschland steigt ein

Heute sind Tschechien (gegen Schottland), Polen (gegen die Slowakei) und Spanien (gegen Schweden) die Favoriten.

Morgen gibt es den großen Kracher der Gruppenphase: Frankeich gegen Deutschland. Zusätzlich ist ja auch noch Portugal Teil dieser Hammergruppe.

Am Mittwoch startet dann schon der zweite Spieltag.