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EURO: Tops und Flops der Gruppenphase

Juni 24, 2021

Die Gruppenphase ist absolviert. Einige Teams überraschten positiv, andere zeigten sich nicht von ihrer besten Seite. Das gilt auch für gewisse einzelne Spieler. Die Tops und Flops der Gruppenphase.

TOP

Patrik Schick

Der tschechische Stürmer ist zweifelsfrei zu den Gewinnern der Gruppenphase zu zählen. Neben einem Traumtor aus großer Distanz, schoss er Tschechien zu einem Sieg gegen Schottland und sorgte für insgesamt drei Tore in der Gruppenphase. Damit erzielte er bislang alle tschechischen Tore bei dieser Endrunde. Den Leverkusen-Stürmer hatte wohl keiner derart auf der Rechnung.

Georginio Wijnaldum

Erst verkündete er seinen Wechsel zu Paris Saint-Germain, dann gewinnt er mit den Niederlanden alle drei Spiele und erzielt zudem drei Tore in der Gruppenphase. Die letzten Tage hätten für den Mittelfeldregisseur kaum besser laufen können. Es wird interessant zu beobachten sein, ob Wijnaldum vielleicht sogar im Kampf um den Torschützenkönig mitmischen kann. Die Voraussetzungen hat er dafür geschaffen. Die Kapitänsbinde trägt er erst seit November 2020, aber sie scheint Wijnaldum zu beflügeln, seither traf er im Nationalteam schon sechs Mal.

Dänemark

Die Geschichte rund um Christian Eriksen berührte die ganze (Fußball)welt. Trotz des tragischen Ereignisses im Spiel gegen Finnland wurde das Spiel verspätet fortgesetzt, Dänemark ging als Verlierer vom Platz. Viele hielten den Aufstieg nicht mehr für möglich. Nach einer weiteren Niederlage gegen Belgien sogar für fast unmöglich. Doch die Dänen bewiesen einen starken Charakter, holten gegen Russland alles aus sich heraus und gewannen mit 4:1. Damit gelang sogar der Sprung auf Platz zwei und der Einzug in das Achtelfinale.

 

FLOP

Russland

Die Russen müssen sich den Rest der EURO von zuhause anschauen. Im entscheidenden letzten Gruppenspiel ging Russland mit 1:4 gegen Dänemark unter. So landete man nur auf dem letzten Platz und muss die Heimreise antreten. Den Schwung von der Heim-WM 2018 konnte man nicht ins Jahr 2021 mitnehmen. Womöglich benötigt diese Mannschaft noch etwas Zeit, um sich besser einzuspielen. Die WM-Qualifikation ist ja bereits im Gange, hier gilt es schnell Lösungen zu finden.

Die Türkei

Sehr enttäuschend verlief diese EM für die Türkei. Angereist mit großen Hoffnungen und Erwartungen ist nach drei Spielen bereits Endstation. Gegen Italien, Wales und die Schweiz setzte es drei Niederlagen. Nur ein einziger Treffer durch Irfan Kahveci steht den Türken zu Buche. In der Türkei wird in Bezug auf die Nationalmannschaft nun wohl so einiges hinterfragt werden.

Polen

Erst in der 94. Minute ging Polen im letzten Gruppenspiel gegen die Schweden endgültig K.O. – doch auch ein Punkt hätte den Osteuropäern nicht gereicht. Schließlich streicht das Team rund um Weltfußballer Robert Lewandowski mit nur einem Punkt nach der Vorrunde die Segel. Der Knackpunkt war die Niederlage gegen die Slowakei und wahrscheinlich noch mehr die Rote Karte gegen Grzegorz Krychowiak. Trotzdem: Von Polen hätte man sich mehr erwarten dürfen.