Europa League

Wer sind die Favoriten im Europa League-PlayOff?

August 19, 2021

Durch die Einführung der neuen Conference League fiel die Qualifikation für die Europa League deutlich dünner aus, doch nun geht es für einige Clubs im PlayOff um den Einzug in die Gruppenphase. Es winken mehr als drei Millionen Euro Startgeld.

Zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte möchte der SK Sturm in die Europa League einziehen. NS Mura, der Meister aus Slowenien, erwartet die Grazer auf dem letzten Schritt. Ein Duell, das durchaus aufgrund der geographischen Nähe beider Clubs eine Brisanz genießt. Favorit ist eindeutig der SK Sturm. Schwieriger ist diese Rolle in der Begegnung Slavia Prag gegen Legia Warschau auszumachen.

Mit dem FC Alashkert schaffte es zum dritten Mal in Folge ein armenischer Vertreter in das Europa League-PlayOff. Geschichte hat Alashkert schon geschrieben, denn als erster Verein des Landes wurde eine europäische Gruppenphase erreicht. Im Falle einer Europa League-PlayOff-Niederlage würde es bekanntlich in der Conference-League-Gruppenphase weitergehen. Mit den Glasgow Rangers haben die Armenier aber eine denkbar schwere Aufgabe vor der Brust.

Viele Augen werden auch auf die türkischen Traditionsclubs Fenerbahce und Galatasaray gerichtet sein. Für beide geht es in den Norden. Galatasaray trifft auf den dänischen Pokalsieger Randers, Fenerbahce bekommt es mit HJK Helsinki zu tun. Nicht immer lief es in den vergangenen Jahren für diese beiden Clubs auf internationaler Ebene besonders rund. Auch wenn die Istanbuler Großclubs zu favorisieren sind, werden die jeweiligen Gegner mitbekommen haben, dass der Glanz früherer Tage verflogen ist.

Bisher wurde schon ein Hinspiel im PlayOff absolviert. Roter Stern Belgrad setzte sich hier mit 4:0 gegen Cluj durch. Ähnlich eindeutige Ergebnisse sind heute wohl nur in wenigen Spielen zu erwarten. Antwerpen wäre dies zwar zuzutrauen, doch in der Hitze Zyperns wird es bei Omonia mit Sicherheit eine klimatische Herausforderung für die Belgier.

Ein internationaler Stammgast der vergangenen Jahren ist der SK Rapid Wien. Die Wiener bekommen es mit Zorya Lugansk aus der Ukraine zu tun. Dort ist mit Viktor Skripnik ein durchaus namhafter Trainer am Werk. Der Ex-Werder-Coach führte Zorya in den internationalen Bewerb und will nun seine Arbeit mit dem Europa League-Einzug krönen. Betrachtet man den Kader von Zorya, so erkennt man, dass größtenteils auf einheimische Spieler gesetzt wird. Große Namen sind hier Fehlanzeige.

Diese findet man schon eher im Kader von Olympiakos. Sokratis Papastathopolous, Ruben Semedo, Tomas Vaclik, Mathieu Valbuena, Yann M’Vila oder Rony Lopes, um nur ein paar zu nennen. Am Papier wird bekanntlich nicht Fußball gespielt, doch hier wäre Olympiakos gegen Slovan Bratislava der klare Favorit.

Aber, dass nicht immer nur Favoriten gewinnen, macht doch auch den Reiz des Fußballs aus.