Europa League

Union Berlin in der Conference-League: Die Eisernen erobern Europa

September 15, 2021

Feiert Union Europacup-Parties oder gibt es gegen starke Gegner im dritten UEFA-Bewerb nichts zu holen? Der Auftakt gegen Slavia Prag wird die Richtung weisen.

Die UEFA hat einen neuen Bewerb aus der Taufe gehoben und es ist an der Mannschaft von Union Berlin als einzig deutscher Vertreter sich in diesem zu beweisen. In der neugeschaffenen Conference League treffen die Hauptstädter auf Maccabi Haifa, Slavia Prag und Feyenoord Rotterdam und dürfen sich daher schon in der Gruppenphase auf lukrative Duelle freuen.

Nach einer beherzten vergangenen Saison, die letztlich mit dem siebenten Platz in der Bundesliga-Abschlusstabelle gekrönt wurde, durften die Eisernen erstmals in ihrer Historie über eine Europacup-Teilnahme jubeln. In der Qualifikation für die Conference League sorgte dann die Elf rund um Kapitän Christopher Trimmel abermals für Furore. Gegen Kuopio PS aus Finnland machte man schon mit einem fulminanten 4:0-Auswärtssieg alles klar. Die Nullnummer vor 22.159 heimischen Fans im Berliner Olympiastadion wurde zu einer Party-Nacht in Rot.

Neues System, neues Glück?

Dabei bietet die Conference League zudem die Möglichkeit noch weiter aufzusteigen und noch weitere Kapitel in den Geschichtsbüchern des Vereins zu füllen. Die acht Gruppensieger der Europa Conference League erreichen das Achtelfinale. Die Gruppenzweiten spielen in einer Zwischenrunde gegen die acht Gruppendritten der Europa League um die anderen acht Plätze im Achtelfinale. Dieses Prinzip läuft eine Etage höher zwischen Europa League und Champions League ebenso ab.

Die lukrativen Gegner werden es Union Berlin aber nicht leicht machen dieses Ziel zu erfüllen. Bereits im ersten Duell wartet am Donnerstag auswärts Slavia Prag auf die Berliner. Im Aufeinandertreffen der Hauptstadtklubs ist eine offene Partie zu erwarten, bei der die Deutschen leicht zu favorisieren sind. Gewarnt muss die Elf von Trainer Urs Fischer dennoch sein. Die Prager waren nämlich eigentlich als amtierender tschechischer Meister auf dem Weg in die Champions League. Bei der Qualifikation um die Königsklasse scheiterte aber man an Ferancvaros Budapest, die vom Österreicher Peter Stöger, der vormals beim 1. FC Köln auf der Trainerbank saß, trainiert werden. Im Europa-League-Playoff zog man zudem gegen Legia Warschau mit einem Gesamtscore von 4:3 den Kürzeren – ein Selbstläufer sieht bekanntlich anders aus.

Union Berlin darf jedoch auf den erfolgreichen Saisonstart aufbauen und will diesen Schwung auch ins internationale Geschäft mitnehmen. Mit sechs Punkten aus vier Spielen zeigen sich die Eisernen bereits in der frühen Phase dieser Spielzeit in beneidenswerter Form – bisher konnte nämlich keine Mannschaft Union in die Knie zwingen.