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Am 24. Spieltag der 2. Bundesliga treffen alle vier Top-Teams in direkten Duellen aufeinander – und am meisten unter Druck steht einmal mehr der Hamburger SV

März 5, 2021

Der 24. Spieltag der 2. Bundesliga hat es in sich: Die SpVgg Greuther Fürth (3. Platz) trifft auf Spitzenreiter VfL Bochum, der Hamburger SV (4.) empfängt im Nordgipfel Holstein Kiel (2.). Fällt eine Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg?

Die Auslosung der 2. Bundesliga beschert den Fans einen ganz besonderen 24. Spieltag: Das Spitzenquartett trifft sich zum direkten Duell.

Bochum und Robert Zulj in Topform

In Fürth will der VfL Bochum mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung des lang ersehnten Wiederaufstiegs machen. Die letzte Erstligasaison liegt schon über ein Jahrzehnt zurück. Mit dem Ex-Fürther Robert Zulj präsentiert sich ein Offensivspieler bei den Spitzenreitern der Liga aktuell in bestechender Form. Mit elf Toren und zehn Assists ist der Österreicher der Topscorer seines Teams. Gerade das erste Duell der Bochumer mit Fürth war ein Spiel von besonderer Bedeutung für die Westfalen. Nach der 0:2-Niederlage folgte der fulminante Aufstieg. „Ich erinnere mich an eine verdiente Niederlage, nach der etwas passiert ist“, sagt Robert Zulj, der zwischen 2014 und 2017 für die Kleeblätter auflief. „Die Qualität war schon vorher da, aber wir konnten die Intensität und Aggressivität nochmal steigern.“

Hat der HSV genügend „Straßenköter“?

Einen genau umgekehrten Weg ging in dieser Spielzeit einmal mehr der Hamburger SV. Wie schon in den vergangenen Jahren tat sich der Ligakrösus bisher schwer, die gute Form der Hinrunde für die Rückrunde zu konservieren. Bei einem Blick auf die nackten Zahlen sehen nicht nur die HSV-Fans den heiß ersehnten Wiederaufstieg in die Bundesliga gefährdet: Seit dem 3:1-Heimerfolg gegen Paderborn Ende Jänner warten die Hanseaten auf einen vollen Erfolg in der Liga. Zuletzt gab es eine bittere Last-Minute-Pleite im Derby gegen den FC St. Pauli. „Wer uns kennengelernt hat, der weiß, dass wir in den nächsten Tagen den Kopf wieder aufrichten und weiter beharrlich bleiben für große Ziele“, sagt HSV-Coach Thioune, der noch nichts von einer neuen Negativspirale wissen will. „Ich weiß, dass wir Mentalität haben und vielleicht sind mehr Straßenköter bei uns drin. Wir werden anfangen, uns zu wehren, wir werden weiterhin fleißig einsammeln.“

Kiel hat den Dreier als Ziel

Doch auf den HSV wartet am Spieltag der Spitzenduelle mit Holstein Keil nicht nur ein frisch gebackener DFB-Pokal-Semifinalist, sondern auch ein direkter Konkurrent um den Aufstieg. Die Störche liegen derzeit drei Punkte vor den Hamburgern auf Rang zwei und könnte mit einem Sieg auf sechs Punkte davonziehen. „Mein Ziel für das Spiel am Montag ist der Dreier mit Kiel“, heizte Kiel-Torjäger Fin Bartels via „Sport Bild“ die Stimmung vor dem Showdown mit dem HSV an. Sein Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr: Kiel befindet sich in herausragender Form und konnte vier der letzten fünf Ligaspiele für sich entschieden.