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Champions League: Der Kampf um die letzten 6 Plätze

September 22, 2020März 12th, 2021

Slavia Prag – FC Midtjylland

Der tschechische Meister bekommt es mit dem dänischen Meister zu tun. Slavia Prag bringt Champions League-Erfahrung aus der vorherigen Saison mit und verkaufte sich in einer prominenten Gruppe gut. Ein erneuter Einzug würde dem Verein einen Geldregen bescheren, der Abgang von Topstar Tomas Soucek zu West Ham tat dies ebenso. Mehr als 16 Millionen Euro soll Slavia für den Mittelfeldspieler erhalten haben. Midtjylland hat im Sommer Pione Sisto aus Spanien heimgeholt. Der Offensivspieler könnte ein entscheidender Faktor in diesem Duell werden. Leichter Favorit ist aber wohl Slavia Prag.

Maccabi Tel Aviv – FC Salzburg

Im Vorfeld des Spiels wurde vor allem viel darüber diskutiert, ob das Spiel überhaupt gespielt werden soll. Israel befindet sich im erneuten Lockdown, zahlreiche Akteure bei Maccabi sind Berichten zufolge infiziert. Salzburg kommt mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen zum Saisonauftakt nach Israel und möchte sich erstmals über die Qualifikation einen Platz in der Gruppenphase der Champions League sichern – rekordverdächtige elf Mal in Folge war man daran gescheitert. Aber Vorsicht: Eyal Golasa von Maccabi war einst dabei, als Maccabi Haifa die Salzburger aus der CL-Quali warf. Und auch Stürmer Itay Shechter hat so seine Salzburg-Erfahrung, denn er beförderte die Mozartstädter einst mit Hapoel Tel Aviv aus der Quali. Für den österreichischen Serienmeister aus Salzburg ist also höchste Konzentration erforderlich.

FK Krasnodar – PAOK Saloniki

Beide Mannschaften qualifizierten sich über den Platzierungsweg fürs Play-Off und wollen sich nun den Platz in der Gruppenphase sichern. Krasnodar setzt mit Marcus Berg auf einen über die russischen Grenzen hinaus bekannten Routinier an vorderster Front. Zwar verfügt PAOK auch über viel Routine im Kader und hat in der letzten Runde überraschend Benfica Lissabon (Luca Waldschmidt und Julian Weigl) eliminiert. Dennoch gilt Krasnodar als Favorit. Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass die russische Meisterschaft schon deutlich fortgeschrittener ist. Abgesehen davon können Krasnodars Topstars wie etwa der Holländer Tonny Trindade de Vilhena in Spielen wie diesen den Unterschied machen.

KAA Gent – Dynamo Kiew

Auch diese beiden Teams kommen über den Platzierungsweg ins Play-Off. Gent setzte sich zuletzt knapp gegen Österreichs Rekordmeister Rapid Wien durch – auch dank eines Tores des Ex-Heidenheimers Niklas Dorsch. Um auch gegen Dynamo Kiew zu bestehen, benötigt es eine klare Leistungssteigerung der Belgier. Ein besonderes Duell wird es sicher für Roman Bezus und Roman Yaremchuk. Die beiden Ukrainer im Dienste von KAA Gent haben beide eine Dynamo-Vergangenheit.

Molde FK – Ferencvaros

Eines dieser beiden Teams wird in dieser Saison in der Champions League vertreten sein – damit war nicht unbedingt zu rechnen. Die Ungarn werden aktuellen vom früheren ukrainischen Starstürmer Sergiy Rebrov trainiert. Mit Marcel Heister steht auch ein Deutscher im Kader. Die Norweger sind in der Jahresmeisterschaft aktuell 16 Punkte hinter Tabellenführer Bodö. Die bekanntesten Spielern von Molde sind die beiden ehemaligen Manchester United-Kicker Magnus Eikrem und Etzaz Hussain, im Sturm ist zudem Ex-Deutschland-Legionär Mathis Bolly (Fortuna Düsseldorf, SpVgg Greuther Fürth) mit von der Partie.

Olmypiakos – Omonia

Unter klaren Vorzeichen startet dieses griechisch-zyprische Duell. Der frühere CL-Stammgast Olympiakos geht als klarer Favorit in die Begegnung – und es gibt auch nicht viele Anzeichen, die Zweifel aufkommen lassen. Ob Yann M’Vila, Rafinha, Ruben Semedo, Mathieu Valbuena oder Kostas Fortounis – nur ein kleiner Auszug der namhaften Spieler im Kader der Griechen spricht eine deutliche Sprache. Gibt sich die Truppe keine Blöße, dann wird es mit der erneuten Champions League-Teilnahme klappen. Die bekanntesten Akteure bei Omonia Nikosia sind wohl der langjährige slowakische Nationalspieler Tomas Hubocan und Ex-Porto-Torwart Fabiano.