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Champions League Finale 2021 – Wer holt sich den Pott?

Mai 29, 2021

Heute steigt mit dem Finale der Champions League das absolute Highlight der bisherigen Saison. Gegenüber stehen sich mit Manchester City und dem FC Chelsea zwei englische Teams. Das Spiel findet in Porto vor 16.500 Fans statt. Die Citizens gelten als Favoriten im Endspiel, doch wo liegen die Unterschiede der Teams – wir schlüsseln auf.

Die Torhüter

Auf Seiten von Manchester City ist Ederson die unangefochtene Nummer eins. Der Brasilianer machte bereits 47 Saisonspiele, erhielt dabei nur 32 Gegentore. Sein Gegenüber, im Tor des FC Chelsea, ist Edouard Mendy. Der Franzose kam erst vergangenen Sommer von Rennes. Mendy kam seither zu 42 Einsätzen, 30 Gegentore ergeben eine starke Quote. Beide Torhüter konnten zuletzt aufzeigen, Ederson parierte in der letzten Premier League einen Elfmeter, Mendy glänzte etwa gegen Real im Halbfinale. Mendy musste allerdings in der letzten Partie gegen Aston Villa verletzt ausgewechselt werden und ist somit fraglich. Kepa wäre ein Downgrade.

1:0

Innenverteidigung

Die Quote der Citizens in der Defensive ist mit nur vier Gegentoren in der diesjährigen Champions-League-Saison unfassbar stark. John Stones und Ruben Dias sind gesetzt und harmonieren ausgezeichnet. Thiago Silva ist der markante Mann in der Verteidigung des FC Chelsea, die ebenfalls erst vier Treffer hinnehmen mussten. Neben ihm kommen zumeist Andreas Christensen und der unter Tuchel wieder erstarkte Antonio Rüdiger zum Einsatz. Aufgrund der Erfahrung und dem unfassbaren Willen, könnte die Abwehr der Blues das Spiel entscheiden.

1:1

Außenverteidigung

Kyle Walker hat definitiv seine Höhen und Tiefen, festigte seine Leistungen in dieser Saison aber. Oleksandr Zinchenko mutierte vom Mmitläufer zum Leistungsträger und spielt heuer groß auf. Unter Tuchel avancieren Ben Chilwell und Cesar Azpilicueta zwischenzeitlich auch zu Flügelspielern. Die zwei haben unterschiedliche Stärken. Chilwell ist ein Beißer und schnell, Kapitän Azpilicueta macht vieles durch Erfahrung wett und versteht das Spiel wie nur wenige. In der Außenverteidigung ist kaum ein Sieger festzumachen.

2:2

Defensives Mittelfeld

Rodri und Ilkay Gündogan stehen hier N’Golo Kanté und Jorginho gegenüber. Sowohl Gündogan als auch Kanté können entscheidend auf das Spiel einwirken. Jorginho und Rodri sind auf der Sechs bärenstark. Auch hier ist kein Vorteil für ein Team zu erkennen.

3:3

Offensives Mittelfeld

Kevin de Bruyne ist aus der Offensive der Citizens nicht wegzudenken. Der Belgier ist seit Jahren der Motor und Vorlagengeber im Spiel der Citizens. In dieser Saison erzielte er zehn Treffer und bereitete 18 weitere vor. Auf Seiten Chelseas ist der Spielmacher schwer auszumachen – Gündogan rückt ab und zu nach vorne, Mason Mount kann die Rolle des Ballverteilers übernehmen, genauso wie Kai Havertz. Den markanten Zehner gibt es im Chelsea-System nicht. Das macht es nicht schlecht, dennoch muss der Punkt an City gehen.

4:3

Flügel

Riyad Mahrez wurde gegen PSG mit zwei Toren zum Matchwinner, der Algerier befindet sich in Topform. Auf der zweiten Außenbahn gesetzt ist Phil Foden, auch wenn der Youngster immer wieder an vorderste Spitze angreift. Bei den Blues sind Bernardo Silva, Mason Mount, Christian Pulisic und Kai Havertz unterwegs. Sie bekommen viel Unterstützung der hochstehenden Außenverteidiger. Mount wurde über die letzten Monate zum Schlüsselspieler, Havertz steigerte sich ebenfalls enorm. Vergleicht man die Ersatzmänner der Teams, liegt der Vorteil klar bei City – Raheem Sterling und Ferran Torres können jederzeit Spiele entscheiden.

5:3

Stürmer

Einen echten Einser-Stürmer gab es bei Pep Guardiola in dieser Saison nicht. Vielmehr spielt de Coach der Citizens ohne Stürmer, tauscht mit seinen Mittelfeldstars an vorderster Front durch. Gabriel Jesus und Altstar Sergio Agüero kamen kaum zum Zug. Beim FC Chelsea stürmt seit Saisonbeginn ein nicht unumstrittener Timo Werner. Doch die Bilanz spricht für ihn: In 51 Einsätzen machte der Deutsche 27 Scorerpunkte, in der Champions League waren es sechs. So traf er etwa beim 2:0 gegen Real Madrid. Je länger die Saison dauert, desto besser integrierte sich der Stürmer in das Spiel von Chelsea, auch weil Thomas Tuchel zum Nationalteamspieler einen guten Draht zu haben scheint. Und sein Ersatz kann sich auch sehen lassen: Olivier Giroud und Tammy Abraham.

5:4

Fazit

Auch wenn City am Papier der Favorit zu sein scheint, kann in diesem Spiel alles passieren. Die Abwehr von beiden Teams kann auf eine starke Saison zurückblicken, dennoch erhofft man sich ein Offensivspektakel. Das letzte Duell der beiden Teams ging vor drei Wochen an mit 2:1 an Chelsea. Für Manchester City wäre es der erste Champions-League-Titel, der FC Chelsea konnte sich die Trophäe 2012 erstmals sichern.