Fussball

Drei Gründe warum heute ein Unterhaus-Klub den Pokal gewinnt

Februar 1, 2021März 12th, 2021

Gleich sieben Unterhaus-Vereine – sechs aus der zweiten Liga und ein Viertligist – stehen im DFB-Pokal-Achtelfinale. Bahnt sich heute eine Überraschung an?

Der Rekordsieger (20 Titel) ist draußen, die Bayern werden ihrer Pokal-Titelsammlung heuer keinen weiteren mehr hinzufügen können. Das heißt auch, dass es nach zwei Jahren FC Bayern wieder einen neuen Pokalsieger geben wird. Und dieser könnte gar aus dem Unterhaus kommen.

Es wäre erst das zweite Mal. Bislang gelang dieses Kunststück einzig Hannover 96 im Jahr 1992. Im Finale standen Zweitligisten auch in den vergangenen Jahren mehrmals, zuletzt etwa Duisburg 2011 (ohne Chance beim 0:5 gegen Schalke).

Warum sollte es heuer anders sein? Drei Gründe.

Die Bayern sind draußen

In den letzten acht Jahren ging der Titel fünf Mal an die Münchener. Seit der Saison 2009/10 stand der FC Bayern immer zumindest im Halbfinale. Heuer dagegen kam das Aus schon in der zweiten Runde. Übrigens genau wie beim bisher einzigen Mal, als ein Zweitligist den Titel holte – 1992. Wenn das kein Zeichen ist!

Starke Zweitligisten

In Runde eins gab es noch nicht die ganz großen Überraschungen. Einzig Eintracht Braunschweig konnte aus Sicht der Zweitligaklubs ein Ausrufezeichen setzen und den „Big City Klub“ Hertha eliminieren.

In der zweiten Pokalrunde hingegen zeigten die Teams aus der zweiten Bundesliga, was in ihnen steckt. Gleich vier – Kiel (gegen die Bayern), Bochum (gegen Mainz), Paderborn (gegen Union Berlin) und Greuther Fürth (gegen Hoffenheim) – konnten sich gegen Erstligaklubs durchsetzen. Dazu schieden Frankfurt und Augsburg in Liga-internen Duellen aus.

Im Achtelfinale stehen damit nur mehr neun Erstligaklubs und gleich sechs Zweitligisten. Dazu kommt mit RW Essen sogar ein Viertligist, der in Runde eins Arminia Bielefeld und in Runde zwei Fortuna Düsseldorf schlagen konnte.

Die Ausgangssituationen

Ein Zweitligist steht definitiv schon im Viertelfinale, kommt es doch zum Achtelfinal-Duell Kiel gegen Darmstadt.

Paderborn muss zu zuletzt nicht übermäßig souveränen Dortmundern – und hat mit Dennis Srbeny den besten Pokal-Torschützen (4 Treffer) zur Verfügung.

Fürth, in der Liga zuletzt souverän, muss zu in den letzten Wochen weniger souveränen Bremern.

Jahn Regensburg konnte zuletzt zweimal punkten und empfängt am Mittwoch den Erstliga-Vierzehnten 1. FC Köln.

Nach nur einer Niederlage in den letzten sieben Spielen (diese allerdings am vergangenen Wochenende gegen den KSC) trifft Bochum auf Leipzig. Und hat damit wohl den stärksten Gegner aller Zweitligisten.

Der in dieser Saison (in wettbewerbsübergreifend 26 Spielen) noch ungeschlagene Regionalligist aus Essen bekommt es im eigenen Stadion mit Leverkusen zu tun. Der Bundesligist wiederum konnte nur eines der letzten sieben Spiele gewinnen, ist in einer Krise. Vielleicht ist hier sogar für den Viertligisten etwas möglich.