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Deutsche Bundesliga: Die 5 wichtigsten Fragen zum 30. Spieltag

April 20, 2021April 22nd, 2021

Eine englische Woche wartet in der deutschen Fußball-Bundesliga. Am Wochenende ging es rund – der FC Bayern zog davon, Gladbach zerlegte Frankfurt, Schalke direkt vor dem Abgrund und der BVB schickte Werder zurück in die Krise. Die heiße Phase der Bundesliga hat endgültig begonnen. Wir stellen die wichtigsten Fragen zum 30. Spieltag.

Steht der Abstieg von Schalke 04 bereits an diesem Spieltag fest?

Es sieht äußerst düster aus in Gelsenkirchen. Vor etwas mehr als einer Woche kam nach dem Sieg gegen Augsburg Hoffnung auf. Doch am Samstag waren die kleine Chance und die kurze Euphorie auch schon wieder weg. Nun müssen die Königsblauen am Dienstagabend nach Bielefeld. Der Aufsteiger kann das Schicksal von Schalke endgültig besiegeln. Die Arminia ist seit drei Partien ungeschlagen. Gewinnt der Aufsteiger gegen Schalke, ist der Abstieg fix, eine Aufholjagd damit nicht mehr möglich. Das erste Mal seit 2009 ist Schalke auf der Bielefelder Alm zu Gast. Damals sorgten Jefferson Farfan und Kevin Kuranyi für dir Tore in Königsblau. Nun droht der erste Abstieg seit 33 Jahren, es müsste ein einzigartiges Wunder her, um es ans rettende Ufer zu schaffen – realistisch gesehen heißt es: Tschüss Schalke und hoffentlich bis bald.

Ereilt Frankfurt der gleiche Fluch wie Gladbach?

Das Trainerkarussell ist wieder so richtig in Schwung gekommen. Dass nach dem verkündeten Abschied von Adi Hütter ein derartiges Debakel gegen Gladbach folgt, hätte wohl kaum wer gedacht. Doch genau die Fohlen wissen, wie schnell so ein Leistungsabfall passiert. Es wäre nach dieser unglaublichen Saison wahnsinnig bitter, sollte die Eintracht das selbe Schicksal ereilen wie Gladbach. Die Borussen verloren, nachdem Marco Rose seinen Wechsel zum BVB bekanntgab, viermal in Serie in der Liga. Sollte das auch Frankfurt passieren, wäre der Traum von der Champions League wohl ausgeträumt. Am Mittwoch ist der FC Augsburg bei den Hessen zu Gast, danach folgen Leverkusen, Mainz, Schalke und Freiburg. Mit dem Kader und dem Restprogramm darf ein möglicher „Gladbach-Fluch“ eigentlich keine Rolle spielen.

Macht Leverkusen die Meisterschaft doch noch mal spannend?

Hinter den Kulissen und eigentlich auch davor brodelt es bei den Bayern gewaltig. Hansi Flick ließ am Wochenende die Bombe platzen, mit der eigentlich schon gerechnet wurde. Dennoch sorgte seine Ankündigung, den FC Bayern mit Saisonende verlassen zu wollen, für reichlich Schlagzeilen. Auch sportlich setzte es gegen PSG zuletzt einen ordentlichen Dämpfer. Nun muss der Rekordmeister zumindest noch den Standard-Titel holen, im Pokal ist man bereits ausgeschieden. Fünf Runden vor Schluss liegen die Münchner sieben Punkte vor RB Leipzig. Nur bei einer Niederlage gegen Leverkusen am Dienstag könnte noch ein Hauch von Spannung aufkommen. Die Werkself kämpft noch um den Europacup, theoretisch sogar noch um die Champions League. Trotz der Turbulenzen in München gilt der FC Bayern als Favorit – sechs der letzten sieben Spiele konnte die Flick-Elf für sich entscheiden. Das erste Saisonduell war eine knappe Angelegenheit. Robert Lewandowski erzielte den entscheidenden Treffer erst in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Kalajdzic vs. Weghorst: Wer entscheidet das Duell der Torjäger für sich?

Sie gehören definitiv zu den Shootingstars dieser Saison – Sasa Kalajdzic und Wout Weghorst. Die beiden Hünen kommen gemeinsam auf 33 Bundesliga-Saisontreffer. Der 23-jährige Österreicher trifft mit seinen zwei Metern am liebsten per Kopf – sieben Tore gelangen ihm so bereits. Weghorst, der 1,97 Meter misst, traf vier Mal per Kopf. Während Weghorst mit Wolfsburg um die Champions League kämpft, liegt Kalajdzics Stuttgart auf dem 10. Tabellenrang. Der Abstieg ist für den VfB kein Thema, noch könnte man einen internationalen Startplatz erreichen. Dazu müsste der Aufsteiger jedoch bereits gegen Wolfsburg eine Serie starten. Im Dezember entschied Wolfsburg das Duell mit 1:0 für sich.

Steigt Werder Bremen tatsächlich nochmals in den Abstiegskampf ein?

Vor einigen Wochen wurde in Bremen bereits gefeiert. Nach 24 Spieltagen hatte man die magische Hürde von 30 Punkten erreicht. Kohfeldt und Konsorten sprachen bereits vom Klassenerhalt, weitere Punkte seien ein Bonus, möglicherweise ist man sogar für bestimmt. Eineinhalb Monate später steht Werder immer noch mit 30 Punkten da. Plötzlich wird es wieder eng. Vier Zähler steht man noch vor Hertha BSC, die ein Spiel weniger absolvierten als die Hanseaten. Am Mittwoch steigt das direkte Duell mit Mainz – nur zwei Punkte trennen die beiden Teams. Ein Sieg würde in Bremen etwas Ruhe einkehren lassen, allerdings kassierte man zuletzt fünf Niederlagen in Folge – 14 Gegentreffer inklusive standen vier selbsterzielten Toren gegenüber.