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La Liga startet: Barcelona, Madrid oder doch Sevilla?

August 13, 2021

Eigentlich ist die Frage nur, wer von den drei Großen in Spanien den Titel holen wird. Oder kommt es diesmal ganz anders und der FC Sevilla gewinnt zum zweiten Mal nach 1946 die spanische Meisterschaft?

In Spanien beginnt ein neues Zeitalter. Nach Cristiano Ronaldo hat LaLiga nun auch den zweiten großen Weltstar des Fußballs verloren, Leo Messi schnürt seine Zauber-Schuhe zukünftig in Paris.

Hat der FC Barcelona auch ohne den genialen Argentinier eine Chance auf den Titel? Immerhin kamen mit Sergio Agüero und Memphis Depay zwei starke Offensivspieler dazu. Wie stabil ist Reals Abwehr ohne Sergio Ramos und Raphael Varane, dafür mit David Alaba? Meister Atletico wiederum konnte sein Team zusammenhalten und mit Rodrigo de Paul auch noch verstärken. Und angeblich soll ja auch noch Antoine Griezmann aus Barcelona zurückkommen. Reicht das um den Titel diesmal zu verteidigen?

Aber muss eigentlich unbedingt ein Klub aus diesem Trio Meister werden?
Könnte sich nicht auch mal ein anderer Klub die Krone angeln?

Seit 2005 gab es keinen anderen Titelträger in Spanien. Zuvor unterbrach Valencia 2002 und 2004 die Dominanz von Real und Barca und war damals das, was Atletico heute ist. Dazu kommt der Meistertitel von Deportivo La Coruna 2000. Und zwischen 1985 und 1999 waren es wiederum nur die heutigen Top-Drei, die LaLiga für sich entscheiden konnten.

Es wäre also eine Überraschung, wenn der Meister 2022 nicht aus Madrid oder Barcelona käme.

Hat Sevilla die Qualität für den Titel?

Am ehesten die Rolle des Spielverderbers für die Großen trauen Experten dem FC Sevilla zu. Im Vorjahr wurde das Team von Julen Lopetegui Vierter, neun Zähler fehlten letztlich auf Platz eins.

Der Vorsprung auf Platz fünf dagegen war enorm – 15 Punkte lag man vor Real Sociedad, 16 vor Stadtrivale Real Betis. Im Jahr zuvor war Sevilla mit sieben Punkten weniger sogar Dritter geworden. Der Kader blieb großteils zusammen, mit Erik Lamela wurde ein Offensivspieler verpflichtet, mit Marko Dmitrovic ein Keeper.

Zum Auftakt trifft Sevilla am Sonntag auf Rayo Vallecano – ein Sieg ist Pflicht. Real Madrid spielt am Samstag gegen Alaves und Atletico am Sonntag gegen Celta Vigo. Das härteste Los in Runde eins gibt es für den FC Barcelona. Die Katalanen empfangen ebenfalls am Sonntag Real Sociedad, im Vorjahr Fünfter und auch noch im erweiterten Kreis der Klubs, die möglicherweise vorne mitmischen könnten.

Entscheidend werden für Sevilla wohl die direkten Duelle. Im Vorjahr gewann man nur eines der sechs Spiele – übrigens ausgerechnet gegen den späteren Meister Atletico. Die erste Chance das heuer anders zu machen, gibt es am vierten Spieltag im Duell mit dem Messi-losen FC Barcelona.