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Noch zwei Runden zu spielen in der Europa-League-Gruppenphase: So stehen die Chancen der österreichischen Eurofighter für den Aufstieg in die K.O.-Phase

Dezember 2, 2020

Zwei Spieltage sind in der aktuellen Europa-League-Gruppenphase noch ausständig. Einige Teams sind schon fix qualifiziert – nicht so die österreichischen Vertreter. Sowohl Rapid Wien als auch der Linzer ASK und der Wolfsberger AC liegen in ihren Gruppen auf Rang drei. Jedes der drei Teams hat noch die Chance ein Überwintern im Europacup – Siege sing allerdings Pflicht.

SK Rapid Wien: Finale gegen Molde am letzten Spieltag

Die Freude über die Auslosung war in Wien groß. Mit Arsenal zog man einen großen Traditionsklub aus England und im Vergleich zu den beiden anderen Gruppengegnern sah man sich klar im Vorteil. Nach den ersten beiden Spieltagen verstummten die euphorischen Stimmen. Die Auftaktniederlage gegen Arsenal war noch zu erwarten, obwohl Rapid ein starkes Match ablieferte und sich nur knapp mit 1:2 geschlagen geben musste. Dass man in Molde keine Punkte mitnehmen kann, war jedoch nicht eingeplant. So stand man nach zwei Partien mit null Punkten da. Es folgten zwei Spiele gegen den krassen Außenseiter aus Irland. Beim Hinspiel in Wien musste man mit einem 4:3 noch etwas zittern, in Dundalk gelang dann ein 3:1. Somit stehen die Wiener mit sechs Zählern auf Rang drei, punktegleich mit Molde. Beim Auswärtsmatch am Donnerstag beim FC Arsenal ist das Ergebnis für den österreichischen Rekordmeister fast egal, denn wie auch immer das Spiel ausgeht, der Showdown folgt am letzten Spieltag. Da man das Hinspiel gegen Molde verlor, braucht man ohnehin einen Sieg gegen die Norweger, sofern sie sich wie erwartet in Irland durchsetzen. Arsenal steht bereits als Gruppensieger fest. Gegen Molde braucht Rapid dann mindestens ein 1:0, wenn man gegen Arsenal nicht zu viele Gegentore kassiert, Molde nicht zu viele gegen Dundalk schießt und damit das Torverhältnis nicht leidet. Sollte Molde in Wien treffen, muss ein Sieg mit zwei Toren Unterschied her.

Linzer ASK: Der Kampf um den Aufstieg beinahe hoffnungslos

Für den LASK ist die Situation nicht so erfreulich. Schuld daran ist die überraschende 0:2-Niederlage gegen Royal Antwerpen am vergangenen Spieltag. Dadurch fiel man auf Rang drei zurück. Die Konsequenz daraus ist, dass man am Donnerstag gegen Tottenham punkten muss. Sollte sich Antwerpen wie erwartet gegen das noch punktelose Ludogorets Razgrad durchsetzen, ist die Lage beinahe aussichtslos. Das eine Problem: Das direkte Duell ging an die Belgier, selbst bei Punktgleichstand liegt man somit dahinter. Sollte Antwerpen am Donnerstag gewinnen, sind sie ohnehin uneinholbar für die Linzer. Das zweite Problem: Die 0:3-Hinspielniederlage gegen Tottenham – die müsste man demensprechend ausgleichen, um die Spurs aus eigener Kraft von Platz zwei zu verdrängen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Oberösterreicher in der Europa League überwintern, ist gering.

Wolfsberger AC: Gute Chancen trotz zwei Niederlagen

Die Freude über Gruppe K hielt sich in Wolfsberg in Grenzen, dennoch landete man in einer Gruppe, in der man definitiv mithalten kann. Vor dem fünften Spieltag stehen die Kärntner mit vier Punkten da. Bitter, wenn man sich den Verlauf der bisherigen Europa League ansieht. Die Kärntner starteten mi einem Remis gegen ZSKA Moskau, danach siegte man klar mit 4:1 bei Feyenoord Rotterdam. Die beiden Duelle mit Dinamo Zagreb waren speziell, böse Zungen würden von Wettbewerbsverzerrung sprechen, denn beide Teams plagten viele Ausfälle aufgrund positiver Corona-Tests. Nichtsdestotrotz konnten die Kroaten beide Duelle für sich entscheiden. Viele Remis in den anderen Duellen führten dazu, dass noch alles offen ist. Der WAC kann aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen, am Donnerstag muss man zunächst ins kalte Russland. Um am letzten Spieltag eine ideale Ausgangslage im direkten Duell mit Feyenoord zu haben, braucht es in Moskau einen Sieg. Sollte Zagreb gegen die Niederländer gewinnen, Wolfsberg gleichzeitig gegen ZSKA punkten, reicht am letzten Spieltag schon ein Remis. Auch wenn die Form der Elf von Ferdinand Feldhofer derzeit bescheiden ist – in der Liga liegt man nur auf Rang sieben – stehen die Chancen auf den Aufstieg weiterhin gut.