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Patzt einer der großen Favoriten? Gewinnt Schalke zumindest gegen einen Viertligisten? Können Stuttgart und Union Berlin auch im Pokal brillieren?

Dezember 22, 2020

Die zweite Runde des DFB-Pokals steht an. Einige Außenseiter versuchen ihr Glück gegen die Bundesligisten. Auch die unteren Ligen duellieren sich. Wir haben die wichtigsten Fragen zur 2. Runde zusammengefasst.

Patzt einer der großen Favoriten?

Einige ungleiche Duelle warten in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Titelverteidiger Bayern München muss zu Holstein Kiel, Eintracht Braunschweig empfängt Borussia Dortmund und Mönchengladbach macht einen Ausflug nach Elversberg. Auch der VfL Wolfsburg hat mit dem SV Sandhausen ein gutes Los gezogen, die TSG Hoffenheim erwartet mit Greuther Fürth einen weiteren Zweitligisten. So einfach wie es am Papier aussieht, dürfte es nicht für alle werden. Holstein Kiel liegt derzeit an der Spitze der zweiten Fußball-Bundesliga und musste sich erst einmal geschlagen geben, Greuther Fürth ist momentan Zweiter und schoss sich am Wochenende mit einem 3:0 gegen Braunschweig warm für das Duell mit Dortmund. Sandhausen schwächelt bisher enorm, derzeit hat man den Relegationsplatz inne, nur elf Punkte gab es nach 13 Spielen. Die SV Elversberg dürfte trotzdem der vermeintlich einfachste Gegner sein, der Viertligist liegt auf Rang fünf der Regionalliga Südwest – alles außer einer deutlichen Niederlage gegen Gladbach darf als Sensation gewertet werden. Es ist unwahrscheinlich, dass einer der Außenseiter überraschen kann, aber wenn nicht im DFB-Pokal, wo dann?

Kann der SSV Ulm die Schalker Krise nutzen und in die nächste Runde aufsteigen?

Die negativen Schlagzeilen bei Schalke 04 nehmen kein Ende. Der letzte Sieg der Königsblauen resultiert vom 3. November, der ersten Pokal-Runde gegen Schweinfurt 05 – doch der erhoffte Aufwärtstrend blieb aus. In der Bundesliga ist man Stockletzter, gegen Ulm fällt Lichtblick Boujellab aus, Mascarell und Kabak sind fraglich. Auch wenn die Schalker in der größten Krise der Vereinsgeschichte stecken, gegen den SSV Ulm muss man einfach gewinnen. Allein weil der Schalker Kader 60 Mal mehr wert ist als jener von Ulm. Der Regionalligist ist krasser Außenseiter, doch bei einem guten Tag und einem „durchschnittlichen“ der Gelsenkirchener ist alles möglich – wirklich alles.

Setzt der VfB Stuttgart auch im Pokal seine Form um?

Nach 13 Runden Bundesliga nach dem Aufstieg liegt der VfB Stuttgart auf Rang sieben. Nur drei Niederlagen musste das Team von Pellegrino Matarazzo bisher hinnehmen. Auch im Pokal soll die Form bestätigt werden. Mit dem SC Freiburg wartet gerade einer jener Gegner, die Stuttgart ohne Punkte nach Hause schickten. Zu Saisonbeginn standen sich die Teams bereits gegenüber – der SC setzte sich mit 3:2 durch. Und die Elf von Christian Streich befindet sich derzeit in einem Höhenflug – nach neun Spielen ohne Sieg entschied man die letzten drei Partien klar für sich. Vincenzo Grifo ist in Topform, auch Demirovic traf zuletzt. Auf Seiten von Stuttgart soll der „Riesenjoker“ Sasa Kalajdzic wieder für Treffer sorgen, gegen Wolfsburg gelang dies allerdings nicht. Vielleicht darf der Österreicher dieses Mal von Beginn an ran.

Zweimal 2. Bundesliga gegen 3. Liga – wird es eine klare Angelegenheit für Darmstadt und Regensburg?

Auch wenn die Namen nicht so groß klingen, sind die Duelle der unteren Ligen im Pokal meist besonders spannend. Spieler wollen sich den Bundesliga-Klubs präsentieren, Kampf und Leidenschaft sind von Minute eins an garantiert. In der zweiten Runde des DFB-Pokals gibt es zwei Matches zwischen der zweiten und dritten Liga – Jahn Regensburg muss nach Wiesbaden, Darmstadt reist nach Dresden. Beide Zweitligisten halten sich im Mittelfeld, ohne zu glänzen. Regensburg liegt auf Rang 13 und spielte zuletzt zweimal 0:0, Darmstadt konnte zwei Siege in Folge feiern. In der dritten Liga dreht Dynamo Dresden gehörig auf: Nach 17 Spieltagen führt man souverän die Liga an, ist seit acht Partien ungeschlagen. Auch die Kicker von Wehen Wiesbaden durften nach dem Abstieg letzte Saison wieder Erfolgserlebnisse feiern und liegen so derzeit auf Platz sechs. Die beiden Ligen miteinander zu vergleichen fällt schwer, wie groß der Unterschied ist, wird der DFB-Pokal zeigen – oder doch nicht?

Drei Tore zum Auftakt – trifft Dennis Srbeny auch gegen Union Berlin?

Da machte er Dampf am 13. September gegen SC Wiedenbrück – drei Tore erzielte Dennis Srbeny und führte so den SC Paderborn in die nächste Runde. Doch nun wartet eine Bärenaufgabe auf den Elften der zweiten Liga. Mit Union Berlin wartet das Überraschungsteam der Bundesliga. Srbeny dürfte mit einem Treffer bereits hochzufrieden sein. Das eigentliche Problem für die Paderborner wird ohnehin die Berliner Offensive sein – bisher erzielten sie in 14 Saisonspielen 13 Mal mindestens einen Treffer in der regulären Spielzeit. Einzig der SC Karlsruhe hielt seine Hütte in der ersten Pokalrunde über 90 Minuten dicht, ehe dann in der Verlängerung doch der Ball im Netz zappelte. Und Srbeny? Der hält bei insgesamt neun Treffern in dieser Saison und ist damit der Topscorer seines Teams. Luft nach oben bleibt da allemal.