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Die 4 wichtigsten Fragen zum HBL-Start

September 30, 2020Oktober 20th, 2020

Heute Abend startet die HBL in die neue Spielzeit. Auf 20 Teams aufgestockt – durch den Corona-bedingten Abbruch der Vorsaison gab es zwei Aufsteiger aber keinen Absteiger – gibt es ein dichtes Programm. Alleine bis zum 1. November stehen bereits sechs volle Runden auf dem Programm.

Wer sind die Titel-Favoriten?
Die großen Favoriten sind wie immer die üblichen Verdächten – THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt. Beide Vereine sind aber auch in der Champions League aktiv und haben daher eine deutlich höhere Belastung als Klubs, die nicht international antreten. Flensburg hat etwa bereits drei Spiele in der Königsklasse hinter sich. Kiel spielt heute Champions League, am Sonntag in der Liga und am Dienstag schon wieder in der Liga.
Außenseiterchancen gibt es zudem für die Rhein-Neckar Löwen, MT Melsungen, SC Magdeburg und die Füchse Berlin. Wobei bis auf Melsungen, das in der Quali zur European League ausschied, auch die Außenseiter international vertreten sind.

Wer ist neu in der Liga?
Es gab diesmal keinen Absteiger und zwei Aufsteiger – TuSEM Essen und HSC Coburg. Für beide wird es wohl nur darum gehen in der Liga zu bleiben. Bei vier Absteigern gar keine so leichte Aufgabe.

Kann die Saison überhaupt zu Ende gespielt werden?
Das ist wohl eine der großen Fragen. Aktuell geht jeder davon aus, dass die Saison regulär beendet werden kann. Im Hintergrund werden aber mit Sicherheit Szenarien erarbeitet, wie ein vorzeitiger Abbruch möglichst geregelt vonstattengehen könnte.

Dürfen Zuschauer in die Hallen?
Aktuell, ja. Aber nur zwischen 20 und 25 Prozent, eigentlich zu wenig zum Überleben. Zudem ist es nicht einfach, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Die Rhein-Neckar Löwen starten daher vorerst ohne Zuschauer: "Wir bedauern dies, müssen die Situation aber selbstverständlich akzeptieren. Eine Adaption des Konzepts auf die vor kurzem beschlossene 20-Prozent-Regelung ist bei einer Halle wie der SAP Arena mit allen vorgeschriebenen Punkten kurzfristig nicht möglich. Wir hoffen, dass wir spätestens zum 11. Oktober und dem Heimspiel gegen TuSEM Essen wieder auf die Unterstützung unserer Fans zählen können“, so Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann in einer Aussendung.
Auf Dauer reichen diese maximal 25% allerdings nicht zum Überleben, da die Handball-Vereine viel stärker auf Ticket- und Gastro-Einnahmen angewiesen sind, als etwa Fußballklubs.

Die heutigen Spiele, jeweils 19 Uhr

SC Magdeburg – Bergischer HC
TSV Hannover-Burgdorf – TSV GWD Minden
SC DHfK Leipzig – Eulen Ludwigshafen
TBV Lemgo Lippe – HSC 2000 Coburg