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Duelle der Giganten in der Handball Bundesliga: Die sechs größten Titelfavoriten treffen in direkten Duellen aufeinander

November 10, 2020

Kiel, Rhein-Neckar Löwen, Flensburg, Melsungen, Magdeburg und Füchse. Diese sechs Vereine galten vor Saisonstart als Anwärter auf den Titel – wobei die ganz großen Favoriten wie üblich Kiel und Flensburg sind. An diesem Spieltag treffen sie alle in direkten Duellen aufeinander. Ein Kräftemessen der Topteams.

Nach der Länderspielpause geht es in der besten Handballliga der Welt gleich mit drei absoluten Topspielen weiter. Am 11. November treffen vier der Top-Sechs in der Tabelle in zwei direkten Duellen aufeinander. Flensburg empfängt Melsungen und die Rhein-Neckar Löwen sind in Magdeburg zu Gast. Tags darauf müssen die Füchse Berlin zum aktuellen Tabellenführer Kiel. Das heißt: Die sechs größten Titelfavoriten spielen gegeneinander.

Keine Mannschaft ist mehr ungeschlagen. Auch die beiden vermeintlichen Topfavoriten Kiel und Flensburg mussten jeweils schon Federn lassen. Aber dennoch sind die Favoritenrollen in den drei Topspielen klar verteilt.

Flensburg musste nur im Duell mit Kiel als Verlierer vom Platz, kassierte dafür aber gleich eine Minus-acht-Niederlage. Im Duell mit Melsungen ist Flensburg dennoch großer Favorit. Von den letzten zehn Spielen gegen Flensburg gewann Melsungen nur eines, das letzte Duell im März entschied Flensburg sogar deutlich mit 30:23 für sich. Mit einem Sieg kann der Außenseiter Gastgeber Flensburg in der Tabelle überholen.

Kiel wiederum bekommt es mit den Füchsen aus Berlin zu tun, die keinen optimalen Saisonstart erwischten und aus den ersten sechs Spielen nur drei Siege holten. Kiel dagegen gewann fünf von sechs Spielen, zog nur gegen Wetzlar den Kürzeren und deklassierte zuletzt Minden mit 41:26. Von den letzten zehn direkten Duellen gewannen die Berliner nur eines – aber das was immerhin das letzte Aufeinandertreffen im Dezember 2019. Kiel dürfte gewarnt sein. Kleines Detail am Rande, von den Topteams kassiert Kiel bei weitem die meisten Gegentore, ist dafür mit 197 eigenen Treffern aber auch die mit großem Abstand offensivstärkste Mannschaft der Liga.

Mit fünf Siegen aus sechs Spielen liegen die Rhein-Neckar Löwen zusammen mit Kiel und Flensburg an der Tabellenspitze. Vor etwa einem Monat setzte es gegen Leipzig eine 23:28-Niederlage. Der Gegner am Mittwoch heißt Magdeburg und blieb bereits zweimal ohne Punkte, beide Mal übrigens zuhause – und auch gegen die Löwen muss man vor eigener Geisterkulisse ran. Auch in diesem Duell sind die Rollen klar verteilt, nur einmal in den letzten zehn Spielen hieß der Sieger in diesem Aufeinandertreffen Magdeburg und das ist bereits über vier Jahre her. Aufpassen werden die Löwen vor allem auf Magdeburgs Michael Damgaard müssen, der zuletzt in Bestform agierte.