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Gewinnt der SC Magdeburg am Sonntag gegen Flensburg auch das siebente Ligaspiel in Folge, gibt’s als Ostergeschenk die Tabellenführung

April 3, 2021

Auf den Schlager zwischen Flensburg und Kiel am vergangenen Wochenende folgt der nächste Kracher. Flensburg, nach dem Sieg über Kiel Tabellenführer der Liqui Moly HBL, muss nach Magdeburg.

Die Magdeburger sind das Team der Stunde in der Handball Bundesliga. In den ersten acht Saison-Spielen gab es zwar noch vier Niederlagen. Seit 14 Spielen sind Torjäger Omar Ingi Magnusson bereits in der Liga ungeschlagen. Auch dem THW Kiel wurde kürzlich ein Punkt abgerungen. Die letzte Pleite gab es am 29. November.

Rechnet man die European League-Spiele dazu, sind es gar 22 Spiele in Folge ohne Niederlage. Damit hat der SCM den Rekord aus der Saison 2016/17 eingestellt. In der European League steht Magdeburg damit im Viertelfinale. In der Bundesliga wartet am Ostersonntag um 13.30 Uhr der Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt. Gegen den übrigens auch noch das Hinspiel ausständig ist. Das Spiel am 17. Spieltag wurde verlegt. Sowohl Flensburg als auch Magdeburg halten zurzeit bei 34 Punkten, jedoch haben die Gäste drei Spiele weniger absolviert.

Der SC Magdeburg ist seit Jahren konstant eines der Top-Teams der Liga. Die Abbruch-Saison im Vorjahr sowie die Saison 2018/19 beendete der SCM jeweils auf Rang 3. Flensburg und Kiel waren eine Nummer zu groß. Kann man heuer um den Titel mitspielen? Die letzte Meisterschaft holte man 2001 nach Magdeburg. Gelingt am Sonntag ein Sieg gegen den Tabellenführer, darf durchaus – trotz drei Spielen mehr als die großen Favoriten Flensburg und Kiel – vom ganz großen Wurf geträumt werden. Vor allem mit dieser sensationellen Serie im Rücken.

Ein Wermutstropfen ist jedoch das Fehlen von Gisli Kristjansson. Der Isländer verletzte sich am 21. März gegen Berlin schwer an der Schulter und wird den Magdeburgern länger fehlen. „Ich hatte zuerst die schlimmsten Gedanken. Dass ich das nicht hinbekomme. Dass die Verletzung diesmal zuviel für meine Schulter ist. Und auch, dass meine Karriere vorbei sein könnte“, sagte der 21-Jährige kürzlich der BILD Zeitung.

Gegen Stuttgart setzte der SCM die Serie auch ohne ihn fort, siegte am vergangenen Sonntag deutlich mit 32:22. „Der Sieg ist am Ende ein bisschen zu hoch ausgefallen, aber war aufgrund des Spielverlaufs verdient“, sagt SCM-Trainer Bennet Wiegert nach dem Erfolg.

Gegen Flensburg ist eher kein Sieg mit zehn Toren zu erwarten, sondern ein enges Spiel, ein harter Kampf. Wie im letzten Heimspiel gegen die SG am 5. Dezember 2019, noch vor der Pandemie. Damals gewann der SCM zuhause mit 26:25. Mit elf Toren bester Torschütze damals: Michael Damgaard. Und genau dieser ist nach seiner Verletzung wieder fit und bereit sein Team an die Tabellenspitze zu werfen.