Internationaler Fussball

Sommerspiele: Deutschland gegen Saudi-Arabien unter Zugzwang

Juli 23, 2021

Der Auftakt des deutschen Fußball-Teams bei den Sommerspielen in Tokyo verlief nicht nach Wunsch. Nun soll im zweiten Spiel ein Pflichtsieg eingefahren werden, um die Chance aufs Viertelfinale zu wahren. Max Kruse gibt sich kämpferisch.

Es war eine verdiente Niederlage gegen Titelverteidiger Brasilien. Das DFB-Team von Stefan Kuntz kam am Donnerstag gegen den Turnierfavoriten aus Südamerika nie richtig ins Spiel und musste zum Auftakt des Olympischen Fußballturniers im Stadion von Yokohama nach einer 2:4-Niederlage den Weg in die Kabine antreten.

Lehrstunde abhaken

„Wir haben im Spielaufbau nicht gut agiert, haben viele Fehlpässe gespielt. Wir hatten wenig Mut, haben Brasilien viele Konteraktionen ermöglicht“, sagt Kuntz nach dem Spiel. „Wir waren körperlich noch nicht auf der Höhe und hätten höher verlieren können“, ergänzte er nach den 90 Minuten, die Lehrstunden glichen, vergaß aber nicht auf den Blick nach vorne: „Als Trainer hoffst du, dass das der berühmte Schuss vor den Bug war. Wir versuchen das schnell abzuhaken. Es geht jetzt darum, die Mannschaft aufzurichten, um in den kommenden Spielen ein anderes Gesicht zu zeigen.“

Nur noch 14 Feldspieler

Während die Brasilianer nun gegen die Elfenbeinküste den Aufstieg klar machen können, ist die DFB-Elf gegen Saudi-Arabien (zum Auftakt 1:2) gefordert. Verzichten muss das Team von Stefan Kuntz auf Kapitän Maximilian Arnold. Der Wolfsburger flog gegen Brasilien mit Gelb-Rot vom Platz. Aufgrund der Sperre stehen Kuntz nur noch 14 Feldspieler zur Verfügung, das Turnier war schon im Vorfeld unter keinem guten Stern gestanden, hatten doch zahlreiche potentielle Kadermitglieder abgesagt. Aber auch dieses Team, in dem neben Arnold auch Max Kruse, Nadiem Amiri, Felix Uduokhai, Florian Müller oder Benjamin Henrichs erfahrene Profis stehen, hat die Qualität, die Saudis in die Schranken zu weisen. Dann könnte unter um Ständen bereits ein Remis gegen die Elfenbeinküste im letzten Gruppenspiel für den Aufstieg ins Viertelfinale reichen. Dort würde dann der Sieger der Gruppe C – aktuell wären das die Australier – warten.

Duell mit Saudis als Endspiel

Die Mannschaft ist jedenfalls voll auf einen Turnaround eingestellt. „Am Sonntag wird es ein ganz anderes Spiel. Wer die Tabelle lesen kann, weiß, dass es schon ein Endspiel ist”, sagte Max Kruse. Der Routinier von Union Berlin will nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten. „Wir sind nicht bloß hier, um an der Zeremonie teilzunehmen, wir wollen was erreichen“, zeigte er sich kämpferisch.