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Sommerspiele: Holen Japans Fußballer im eigenen Land Edelmetall?

August 3, 2021

Einen Titel, den sich nur wenige Fußballer in ihren Lebenslauf schreiben können, ist der Titel des Olympiasiegers. Auch wenn das Turnier innerhalb der Fußballwelt nicht die höchste Priorität hat, ist es für einen Sportler eine große Ehre.

Nun sind nur noch vier Nationen verblieben im Kampf um Edelmetall. Drei der vier Nationen werden definitiv mit Medaillen im Gepäck heimfahren beziehungsweise vor dem eigenen Publikum feiern. Denn auch Japan ist noch unter den verbliebenen Teams.

Im ersten Halbfinale trifft Mexiko auf Brasilien, das zweite Halbfinale bestreiten Gastgeber Japan und Turnierfavorit Spanien. Die Sieger haben eine Medaille fix und kämpfen im Finale um Gold. Die Verlierer matchen sich im Spiel um Platz drei um die bronzene Medaille.

Auch wenn das Turnier schon viele Überraschungen brachte und etwa Deutschland als auch Frankreich früh die Koffer packen mussten, haben es zwei absolute Topfavoriten mit Brasilien und Spanien weit geschafft.

Die klingendsten Namen sind mit Sicherheit Pedri vom FC Barcelona, Richarlison von Everton, Dani Olmo von Leipzig oder Marco Asensio von Real Madrid. Richarlison zeigte bisher groß auf und führt die Torjägerliste mit fünf Treffern an. Neben Verteidiger Diego Carlos hat Richarlison auch noch einige Stars wie etwa Martinelli, Malcom oder Matheus Cunha um sich. Auch im spanischen Kader tummeln sich noch Namen wie Ceballos, Cucurella, Merino oder Eric Garcia. Es wäre wohl das Traumfinale vieler, wenn Spanien und Brasilien um die Goldmedaille antreten.

Aber zwei Nationen haben da kräftig etwas dagegen. Japan und Mexiko. Und vor allem die Mexikaner sollte in diesem Turnier nun niemand mehr unterschätzen. Im Tor spielt der Kapitän der Mannschaft und Fußballlegende seines Landes Guillermo Ochoa. Der 114-fache Nationalspieler möchte es nun mit seinem Land bei Olympia wissen. Abgesehen von der Niederlage gegen Japan in der Gruppenphase gewann Mexiko alle Partien mit drei Toren Unterschied. Auch jene gegen Frankreich. Sebastian Cordova und Henry Martin, beide von CF America, traten als Torjäger in Erscheinung. Insgesamt setzt Trainer Lozano überwiegend auf Spieler aus der eigenen Liga, nur ein Legionär von Betis Sevilla ist im Kader dabei.

Anders bei Japan, wo zehn Legionäre einberufen sind. Unter anderem Real-Talent Takefusa Kubo oder auch Deutschland-Legionäre wie Wataru Endo oder den Ex-Deutschland-Legionär Hiroki Sakai. Die Bilanz mit vier Siegen aus vier Spielen kann sich sehen lassen. Nun stellt sich nur die Frage, ob Japan zum ganz großen Wurf ansetzt und den Finaleinzug packt. Mannschaftlich präsentierte sich das Gastgeberteam bisher äußerst stabil.