Formel 1

Formel 1: Mick Schumacher vor emotionalem Rennen in Spa

August 27, 2021

1991 feierte Michael Schumacher sein Debüt in der Formel 1 beim Grand Prix von Belgien. Fast auf den Tag genau 30 Jahre später nimmt sein Sohn Mick das Rennen erstmals in einem F1-Boliden in Angriff.

Am 25. August 2021 jährte sich das Debüt von Michael Schumacher in der Formel 1 zum 30. Mal. In Spa-Francorchamps für der spätere siebenmalige Weltmeister seinen ersten Grand Prix. An diesem Wochenende feiert sein Sohn Mick zwar nicht sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports, wird aber erstmals beim Großen Preis von Belgien an den Start gehen. 2017 war er mit dem Auto seines Vaters – dem Benetton B194 – immerhin schon einmal zu Demonstrationszwecken am Kurs unterwegs gewesen.

Emotionales Rennen für Mick Schumacher

1991 und 2021 zur vergleiche, sei allerdings schwer. „Über einen Vergleich kann man nur sehr schwierig sprechen“, sagte Mick Schumacher zu „Autosport“. „Es gab damals eine Menge Probleme mit der Zuverlässigkeit, und auch einige Entwicklungen waren deutlich anders als heute.“ Vater Michael war 1991 nach einem guten siebten Platz am Start mit einer defekten Kupplung nach nur wenigen Metern ausgeschieden. Aufgrund der eingefrorenen Fahrzeuge sei heute alles mehr eingeschränkt, „aber wenn man bedenkt, wie schnell diese Autos heutzutage sind, dann sind die Abstände nicht so groß wie vielleicht in der Vergangenheit.“ Für den Haas-Piloten geht es in Spa vor allem darum, dazuzulernen. Ein siebter Platz wie von Vater Michael ist eigentlich unmöglich. „Es ist lustig, dass es genau 30 Jahre sind. Es wird tolles und emotionales Racing werden“, sagt er. „Ich wusste im Moment der Unterschrift, dass es 30 Jahre sein werden.“ Und meinte weiter: „Es ist schon verrückt, dass wir im genau gleichen Alter angefangen haben“, nahm er auch Bezug darauf, dass er sein Debüt wie sein Vater mit 22 Jahren feierte. „Natürlich ist es eine andere Zeit. Es ist eine andere Zeit auf dieser Welt, aber die Nostalgie ist da, und darüber bin ich sehr glücklich.“

Verstappen bläst auf Lieblingskurs zum Angriff

Während es für Mick Schumacher ein besonderes Rennen ohne Siegchancen wird, kommt es im ersten Grand Prix nach der fast vierwöchigen Sommerpause auf dem Traditionskurs vorne einmal mehr zum Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen. Einmal mehr sagen die Prognosen regnerisches Wetter voraus, was eine Voraussage schwierig macht. Fest steht, dass Hamilton in der Fahrerwertung acht Punkte vor Verstappen liegt. Der Holländer hat zwei enttäuschende Rennen hinter sich und will in Belgien wieder Platz 1 in der Gesamtwertung angreifen. „Spa ist ein guter Ort, um sich im Kampf um die WM zurückzumelden“, meinte Verstappen. „Es ist mein Lieblingskurs und es ist richtig cool, so viele Kurven mit hoher Geschwindigkeit zu fahren.“ Auf Unterstützung darf er ebenfalls hoffen – aus der naheliegenden Heimat werden viele Menschen zum Rennen strömen, trotz Corona sind 75.000 Zuschauer erlaubt.

Wohl kein neuer Sieger

Die Wahrscheinlichkeit, dass es nach diesem Wochenende einen neuen Spa-Sieger gibt, ist im Übrigen sehr gering – zumindest, wenn man alle Rennserien heranzieht. Bis auf Ungarn-GP-Triumphator Esteban Ocon hat jeder 20 in Spa-Francorchamps an den Start gehenden Fahren zumindest ein Rennen am belgischen Kurs für sich entscheiden können. Räikkönen, Vettel, Hamilton, Ricciardo, Leclerc und Alonso gewannen allesamt Formel-1-Rennen auf der Strecke, die anderen Piloten in Rennserien wie Formel 2, 3 und 4 oder GP2, GP3 sowie der Formel Renault. Im Vorjahr siegte übrigens Lewis Hamilton vor Valeri Bottas und Max Verstappen, Rekordsieger ist Michael Schumacher mit sechs Erfolgen.