Formel 1

Grand Prix der USA: Zweikampf mit viel Stunk

Oktober 23, 2021Oktober 28th, 2021

Nicht nur die Temperaturen sorgen in Texas für erhitzte Gemüter, beim Grand Prix der USA in Austin zeigt sich einmal mehr: Es geht heiß her zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton.

Verstappens Stinkefinger für den „dummen Idioten“

Es war der Aufreger des zweiten freien Trainings und sinnbildlich für die bisherige Formel-1-Saison: Max Verstappen und Lewis Hamilton Rad an Rad auf der Startzielgeraden. Doch es war eben nur ein freies Training und der aktuelle WM-Spitzenreiter Verstappen fühlte sich von seinem großen Kontrahenten um die Chance auf eine schnelle Runde gebracht. Er war fuchsteufelswild. „Mir reicht’s“, funkte er für alle gut hörbar, und bezeichnete Hamilton gar als „dummen Idioten“. Um seinem Ärger auch symbolhaft Ausdruck verleihen, zeigt er dem Engländer obendrein noch den Stinkefinger.

Hamilton in der Favoritenrolle

Heiß her geht es zwischen den beiden WM-Kandidaten nicht erst seit dem der Grand Prix in den USA ansteht, wo Temperaturen jenseits der 30 Grad für zusätzliche Hitze sorgen. Gerade einmal sechs Punkte liegen zwischen Verstappen auf Platz eins und Hamilton auf Platz zwei der WM-Wertung. Mit dem Rennen in den USA stehen noch sechs Grand Prixs an, in Austin ist Hamilton in der Favoritenrolle. Nicht zuletzt aufgrund der Statistik: Fünf der bisherigen acht Rennen auf dem 2012 eröffneten „Circuit of the Americas“ konnte der siebenfache Weltmeister für sich entscheiden. Verstappen zeigte in Texas in der Vergangenheit aber auch schon sein Können.

„Mann hier überholen“

„Es ist eine gute Strecke, ein Kurs, bei dem man das Fahren genießen kann. Man kann hier auf jeden Fall überholen, das macht es besonders“, ist der 24-Jährige zuversichtlich. Ob die WM-Führung nach dem Rennen in den USA einmal mehr wechseln wird, wird sich weisen. Im Vorjahr fiel der Grand Prix der Corona-Pandemie zum Opfer, seit dem letzten Formel-1-Rennen hat sich die Strecke ordentlich verändert. Viele Abschnitte erhielten neuen Asphalt, dort, wo noch der alte Belag zu finden ist, warten Bodenwellen auf die Piloten, weshalb die Veranstalter vor dem Rennwochenende mit schwerem Gerät anrückten, um die schlimmsten „Bumps“ zu glätten. Die bereits angesprochene Hitze ist nach den nassen und kalten Rennen der jüngeren Vergangenheit eine Umstellung. Es geht eben heiß her in der Formel 1 aktuell, und in Austin besonders.