Formel 1Motorsport

GP von Belgien: Kann Red Bull den Silberpfeilen noch gefährlich werden?

August 29, 2020

Feucht fröhliches Wochenende kann für Überraschungen sorgen

Derzeit liegt Max Verstappen in der Fahrerwertung auf Rang zwei – zwischen den beiden Mercedes-Piloten. Auf Lewis Hamilton fehlen der Nummer eins von Red Bull jedoch bereits 37 Punkte. Valtteri Bottas steht derzeit auf Rang drei mit sechs Punkten Rückstand auf den Youngster. Will Verstappen Überflieger Hamilton noch einmal angreifen und unter Druck setzen, muss eine Siegesserie her.

Bei den letzten beiden Rennen in Spa siegte zweimal Ferrari, die Italiener deshalb zu den Favoriten zu zählen, klingt dennoch naiv. Denn die Scuderia stellt heuer alles andere als einen Sieganwärter auf vier Rädern. Für Vorjahresgewinner Charles Leclerc braucht es schon ein kleines Wunder, um auf dem Podium zu landen. Helfen könnte Ferrari das Wetter, ein unbeständiges Wochenende steht bevor. Meteorologen sagen feucht fröhliche Tage voraus, ohne genau sagen zu können, wann der Regen kommt und wieder geht.

Upgrades für Verstappen und Albon

Um Verstappen einen Kampf gegen Mercedes zu ermöglichen, werkte die österreichische Crew seit dem Rennen in Spanien gehörig an ihrem Boliden. Ein Aero-Upgrade soll mit im Gepäck sein, welches die Kurvenlage stabilisieren und plötzliche Strömungsabrisse verhindern soll. Doch auch Mercedes blieb nicht untätig. Zudem werden die Temperaturen rund um die 20 Grad liegen, somit kann der „Black Beauty“ seine Kombination aus effizienter Aerodynamik und bärenstarkem Motor voll ausspielen. Die Reifen dürften nach dem Drama in Silverstone auch kein Thema sein.

Ein Faktor, der es Verstappen in den letzten Rennen nicht gerade einfacher machte, ist die Leistung von Kollege Alex Albon. Vor rund zwölf Monaten machte der Thailänder sein Debüt in Spa. In den letzten Grand Prixs standen vor allem seine Quali-Performances in der Kritik. Die Technik-Updates sollen Albon helfen, neues Vertrauen in das Auto zu setzen und so seine Rundenzeiten wesentlich zu verbessern. Für Verstappen gilt es ebenfalls, das bestmögliche Ergebnis im Qualifying zu erzielen, an die beiden Mercedes heranzukommen scheint schier unmöglich. Die Frage lautet aber ohnehin, wie weit Verstappen den Rückstand im Rennen verkürzen kann und ob ihm das Wetter eventuell in die Karten spielt.

Der letzte Red-Bull-Sieg in Spa gelang übrigens Daniel Ricciardo 2014, im Renault wird er dies nicht wiederholen können. Zwar lieferte der Australier in Silverstone einen starken vierten Platz ab, dennoch zählt Renault eher zu den Nachzüglern. Angreifen können die Piloten in zartrosa – Sergio Perez war in Barcelona bereits wieder mit von der Partie und wurde Fünfter. Kollege Lance Stroll konnte das interne Duell gewinnen und beendete das Rennen sogar auf Platz vier. Auch in Belgien wollen die beiden vorne mitmischen.