Formel 1Motorsport

Häkkinen: „Hamilton wird den nächsten Sieg anpeilen“

Juli 18, 2020

Wir schreiben das Jahr 2007, Lewis Hamilton geht in seine erste Saison in der Formel 1. Und gewinnt. Und gewinnt vier Rennen. Unter anderem – am Hungaroring. „Er hat hier siebenmal gewonnen, in seiner ersten Saison, aber auch in den letzten beiden Jahren. Er wird nach seinem Sieg am Sonntag hier ankommen und den nächsten Sieg anpeilen“, sagt Mika Häkkinen. Der finnische Ex-Weltmeister und UNIBET-Botschafter gewann selbst 1999 und 2000 am Hungaroring. Und weiß daher, worauf es ankommt.

„Es ist eine kurvenreiche Strecke, auf der das Überholen schwierig sein kann. Die Pole Position ist daher von großer Bedeutung“, sagt er. Im Vorjahr startete Max Verstappen aus der Spitzenposition ins Rennen. Häkkinen erinnert sich zurück. „Er konnte die Führung bis zur 66. Minute halten, aber Lewis Hamilton konnte sich noch einen neuen Reifensatz holen und fing ihn tatsächlich noch ab.“ Die Spannung vom Vorjahr ist auch ein Indiz für einen harten Fight in diesem Sommer. „Ich glaube, Red Bull kann Mercedes fordern. Hoffen wir es.“

Und hinter der Spitze? Was erwartet der finnische Weltmeister von 1998 und 1999 dort? „Wir werden einige gute Zweikämpfe um WM-Punkte sehen und wir schauen alle gespannt darauf, ob Ferrari mehr Leistung aus dem Auto herauskitzeln kann. Die Formel 1 braucht so schnell wie möglich wieder eine konkurrenzfähige Scuderia“, weiß Häkkinen.

Was für Ferrari spricht? Der Hungaroring gilt nach Monaco und Singapur als langsamste Strecke im Formel 1-Zirkus. Das könnte Ferrari entgegenkommen, ist die größte Schwachstelle des SF1000 doch die Gerade. In Ungarn wartet auf Vettel und Leclerc nur eine solche – und die ist obendrein noch verhältnismäßig kurz. „So viele Punkte wie möglich“, lautet die einfache Marschroute von Teamchef Mattia Binotto. Im Vorjahr landete Vettel hinter Sieger Hamilton und Verstappen auf Rang drei – damit wäre man heuer bei den Italienern mit Sicherheit mehr als zufrieden.