NFL

Road to Super Bowl LVI: Wer kann sich in der Divisional Round durchsetzen?

Januar 24, 2022

Eine kleine Überraschung brachte die Wild Card Round vergangenes Wochenende – die San Francisco 49ers eliminierten die favorisierten Dallas Cowboys. Nun in der Divisional Round, im Prinzip das Viertelfinale, steigen nun die Green Bay Packers ein und treffen prompt auf das Team aus San Francisco. Auch die Titans sind nun in den Playoffs mit von der Partie, sie treffen auf die Cincinnati Bengals. Natürlich sind auch the GOAT Tom Brady und 500-Millionen-Mann Patrick Mahomes noch im Spiel um die begehrte Vince-Lombardi-Trophy. Doch wer zieht in die Conference Championships ein? Wir werfen einen Blick auf die Duelle und wagen eine Prognose.

Bengals at Titans

Nachdem sie als bestes Team der AFC in der Regular Season bei der Wild Card Round zusehen durften, steigen die Tennessee Titans nun in das Playoff-Geschehen ein. Zu Gast sind die Bengals, die am vergangenen Wochenende den ersten Playoff-Sieg seit 31 Jahren einfahren konnten. Doch gegen die Raiders blieb es spannend bis zum Schluss, die Defense rettete für die doch nicht ganze so starke Offense rund um Quarterback Joe Burrow den Sieg für die Bengals.

Das Duell zwischen den Bengals und den Titans ist auch ein Duell der beiden besten Running Backs der NFL – Joe Mixon und Derrick Henry. Titans Henry stand allerdings aufgrund eines gebrochenen Fußes seit Oktober nicht mehr am Feld. Das ist die Chance für Mixon, Superstar Henry in Rushing Yards zu übertreffen, denn Henry wird mit Sicherheit nicht das volle Ausmaß seines Könnens zeigen können bzw. dürfen. Abgesehen von Henry sind bei Tennessee auch die Receiver Julio Jones und AJ Brown wieder fit, für Quarterback Ryan Tannehill ein großer Bonus, denn die Empfänger der letzten Wochen kommen an das Niveau der beiden einfach nicht ran. Es ist davon auszugehen, dass Tannehill und die Titans eine gute Mischung aus Play-Action, Lauf- und Passspiel auspacken, was es der Bengals-Defense sehr schwer machen wird. Der Quarterback zeigte sich zuletzt in Topform, sieben Touchdown-Pässe in den letzten drei Spielen, keine Interception, zudem lief er auch selbst in die Endzone – sieben Mal in der Regular Season bedeuten Rang zwei in der Liga.

Chance für die Bengals könnte die nicht immer ganz sattelfeste Defense der Titans sein. Doch auch trotz der starken Leistungen von Joe Burrow, Mixon und Co. wird es ein schweres Stück für Cincinnati.

Tipp: Deutlicher Sieg Titans

Packers at 49ers

Sieht man sich die Vorzeichen an, stehen die Chancen für Aaron Rodgers und die Packers nicht allzu gut. San Francisco setzte sich in der Wild Card Round gegen die Dallas Cowboys durch, die eigentlich favorisiert wurden. Und die letzten Male als Dallas und San Francisco in den Playoffs aufeinandertrafen, holte das siegreiche Team daraufhin den Super Bowl. Was zudem für die 49ers spricht – die letzten drei Playoff-Duelle gegen Green Bay konnte man für sich entscheiden. Zuletzt war dies 2019 im NFC Championship Game der Fall. Die 49ers überrumpelten die Packers und gewannen dank starken Laufspiels mit 37:20. Den Super Bowl konnten sie gegen Kansas City aber nicht für sich entscheiden.

Auch in diesem Jahr könnten die 49ers zum Stolperstein für Green Bay werden. Die Schwächen der Packers – Rushing Defense etwa – kommen den Stärken der 49ers entgegen. Mit ihrem Laufspiel können sie nicht nur Yard für Yard gegen die Defense der Packers holen, sondern auch kontinuierlich Zeit von der Uhr nehmen, die Aaron Rodgers dann in der Offensive fehlt. Auch die Defense der 49ers zeigte zuletzt gute Leistungen – konnten in mehreren Spielen den Sieg über die Zeit retten. Trotz allem bleiben die Packers der Favorit. Aaron Rodgers warf in den letzten sieben Spielen 20 Touchdowns, ohne eine Interception. Mit 13:4 in der Regular Season waren die Green Bay Packers das stärkste Team (neben den Bucs). Zudem hat Rodgers mit Davante Adams einen Receiver, auf den er sich immer verlassen kann. 123 Receptions und 1.553 Yards stehen bei Adams in der Regular Season zu Buche. Die Playoff-Statistik zeigt, wie entscheidend Rodgers Passspiel für die Packers ist – warf er in der Vergangenheit eine Interception in der Postseason, konnte Green Bay nur eines von sieben Spielen gewinnen.

Grundsätzlich wäre ein erneutes Aufeinandertreffen von Rodgers und Brady ein Traum, doch die 49ers könnten dem Duell der Superstars einen Strich durch die Rechnung machen.

Tipp: Knapper Sieg 49ers

Rams at Bucs

Tom Brady tat, was Tom Brady eben so tut – punkten. Gegen die Eagles legten die Bucs los, ohne wirklich zu müssen. Nach drei Vierteln des Spiels stand es 31:0. Zwischenzeitlich wollte sich Brady sogar auswechseln lassen, um sich für den Rest der Playoffs zu schonen. Doch die Eagles machten noch ein paar Punkte im letzten Viertel und darum blieb the GOAT auch im Spiel. Nun kommen die LA Rams zu Besuch nach Florida. LA eliminierte die Cardinals in ähnlicher Manier. 34:11 zum Schluss, 21:0 stand es schon zur Halbzeit.

Das Duell der beiden könnte zu einem unfassbar geilen (Bitte um Verzeihung) Spiel werden, manche sprechen sogar davon, dass der Rekord an insgesamt erreichten Yards in einem Playoff-Spiel fallen könnte. Dieser liegt bei 762 Yards, aufgestellt 1999 von den Rams und den Minnesota Vikings, das Spiel endete mit 49:37 für die Rams. Grund für die Rekordchance sind – logischerweise – die starken Aufgebote der Offensive. Bei den Rams ist etwa Receiver Cooper Kupp schwer bis nicht zu stoppen. Quarterback Matthew Stafford machte in der Wild Card Round ein starkes Spiel und könnte eben auch gegen die Bucs für reichlich Yards sorgen. Auf Seiten von Tampa Bay scheinen die üblichen Verdächtigen auf: Tom Brady, Mike Evans, Rob Gronkowski und Allrounder Giovani Bernard, der nicht nur mit dem Ball laufen, sondern ihn auch fangen kann.

Es wird ein knappes Ding mit hoffentlich massig Punkten. Am Schluss dürfte Mr. Playoffs Tom Brady aber die Nase vorne haben.

Tipp: Knapper Sieg Buccaneers

Bills at Chiefs

Es ist die Neuauflage des AFC Championship Games des letzten Jahres, das die Chiefs mit 38:24 für sich entschieden. Das letzte Duell der beiden Teams ging im Oktober aber an die Bills. Die Franchise aus Buffalo setzte sich mit 38:20 doch sehr deutlich durch. Josh Allen und die Offensive der Bills waren am vergangenen Wochenende gegen die Patriots nahezu fehlerlos, während Patrick Mahomes und Kansas City einen etwas langsamen Start hatten, bevor sie die Steelers in nur etwa elf Minuten Spielzeit niederknüppelten.

Josh Allen, der Spielmacher der Bills, zeichnet sich nicht nur durch sein Passspiel aus, sondern läuft auch gerne mal selbst. Die Kombination mit Receivern wie Stevon Diggs oder Tightend Dawson Knox scheint gut zu funktionieren. Zudem beeindruckt die Defensive der Bills – sie ließen die wenigsten Punkte in der Regular Season zu.

Trotzdem bleiben die Chiefs der Favorit in der Nacht von Sonntag auf Montag. Man kann einfach nicht gegen die Kraft von Travis Kelce, Tyreek Hill und Co setzen. Speziell Kelce ist ein Mann, der jederzeit den Unterschied machen kann, und dass man so jemanden in den eigenen Reihen hat, der nicht der Quarterback ist, ist Gold wert.

Tipp: Knapper Sieg Chiefs