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Der König von Monte Carlo plant das Dutzend: Holt sich Rafael Nadal wieder den Titel beim ATP-Masters in Monaco?

April 9, 2021

Die Weltelite des Tennis schlägt dieser Tage wieder auf Sand auf. Das Masters in Monte Carlo, dem wohl bekanntesten Stadtteil Monacos, wird seit 1897 ausgetragen. Der Rekordsieger – wie sollte es auf Sand auch anders sein – ist Rafael Nadal. Elf Mal ging er als Sieger des Turniers hervor. Bei der letzten Austragung 2019 triumphierte allerdings Fabio Fognini.

Novak Djokovic führt das mit Stars gespickte Starterfeld beim zweiten 1000er des Jahres an. Die beiden weiteren Top-3-Spieler Daniil Medvedev und Rafael Nadal sind im Gegensatz zu Dominic Thiem und Roger Federer mit von der Partie. Alexander Zverev kann sich gewissermaßen auf sein Heimturnier freuen, lebt der Deutsche doch seit vielen Jahren in Monaco. Auch Jan-Lennard Struff ist im Fürstentum dabei.

Turniersieg führt über Rafael Nadal

Gespielt wird ab Sonntag um insgesamt 2.082.960 Euro Preisgeld. Der Sieger im Einzel erhält 251.085.- EUR. Im Vergleich zum letzten Turnier in Monte Carlo vor zwei Jahren wird rund 60 Prozent weniger Preisgeld ausgeschüttet. Der Grund dafür: Im Fürstentum wird ohne Zuschauer gespielt. Das Finale steigt am Sonntag, 18. April.

Topfavorit auf den Titel ist Rafael Nadal. Der Spanier eröffnet seine Sandplatz-Saison in Monaco. Seit vielen Jahren schon ist er der beste Sandplatzspieler überhaupt. Das bewies er auch im Fürstentum das ein oder andere Mal. Die derzeitige Nummer drei der Welt hat das Turnier bereits elf Mal für sich entschieden, darunter ein Rekord von acht Siegen in Folge von 2005 bis 2012.

Djokovic und Medvedev in der Verfolgerposition

Titelverteidiger ist allerdings ein Mann aus Italien – Fabio Fognini sicherte sich 2019 den Titel, nachdem er Nadal im Halbfinale aus dem Turnier warf. Damals verlor der Spanier glatt in zwei Sätzen. Fognini ist einer der wenigen, die Nadal auf Sand fordern können. Dominic Thiem, der Nadal in den letzten Jahren auf Sand immer wieder Paroli bieten konnte, fehlt. Mit Sicherheit wird der Sieg in Monte Carlo über den Spanier führen, egal wer auf der Setzliste steht. 71 seiner 76 Spiele in Monaco entschied der Mann aus Mallorca für sich. Novak Djokovic, Führender der Weltrangliste zählt natürlich auch zu den großen Favoriten, ist auf Sand aber nicht ansatzweise so stark einzuschätzen wie Nadal.

Die neue Nummer zwei der Welt Daniil Medvedev ist kein großer Fan von den Ascheplätzen. Gerade einmal zehn von 28 Partien konnte Medvedev für sich entscheiden. Im vergangenen Jahr verlor der Russe bei den French Open und in Hamburg jeweils in Runde 1. Droht Medvedev beim Masters in Monte Carlo auch das frühe Aus? Ganz so einfach ist es nicht. 2019 schlug Medvedev in Monaco keinen Geringeren als Novak Djokovic und erreichte das Halbfinale. Keine zwei Wochen später stand er in Barcelona im Endspiel, ebenfalls auf Sand – verloren hat er damals gegen Dominic Thiem, der Rafael Nadal aus dem Turnier beförderte.