Tennis

French Open 2021: Wer ist dabei? Wer ist Favorit? Wer kann überraschen?

Mai 29, 2021

Die French Open 2021 ist da – mit dem heurigen Turnier von Roland Garros kehrt die Tenniswelt langsam zur Normalität zurück. Nicht nur weil auch Fans wieder für Stimmung sorgen, sondern auch die Creme-de-la-Creme der Athletinnen und Athleten mit von der Partie ist.

Zurückkehrende Stars

Rafael Nadal, der Sandplatzkönig, kommt als Titelverteidiger nach Frankreich. Insgesamt 13 Mal konnte der Spanier das Turnier bereits für sich entscheiden. Die Nummer eins der Welt, Novak Djokovic, dürfte der größte Herausforderer sein. Das Finale werden die beiden Hochkaräter nicht bestreiten, sie stehen in gemeinsam in einer Hälfte des Turnierbaums, da Nadal nur auf Position drei gesetzt ist, und würden bereits in der Runde der letzten vier aufeinandertreffen. Sollte Djokovic seinen zweiten Roland-Garros-Titel holen, wäre er der erste Mann in der Open Era, der den Double Career Grand Slam erreicht und jedes Major mindestens zweimal gewonnen hat. Rod Laver war 1969 der letzte Mann, dem dieses Kunststück gelang.

Ein Mann, den man lange vermisste, kehrt auf die große Bühne zurück: Roger Federer. Auch er könnte sich wie Novak Djokovic den Double Career Grand Slam sichern. Jedoch dürften seine Chancen äußerst gering sein, wie er auch selbst sagte: „Ich weiß, dass ich die French Open nicht gewinnen werde, und wer auch immer dachte, ich würde oder könnte sie gewinnen, liegt falsch.“ Dass Federer in die Hälfte von Nadal und Djokovic gelost wurde, steigern seine Chancen auch nicht unbedingt.

Österreichs Aushängeschild Dominic Thiem, Finalist von 2018 und 2019, hat auch dieses Jahr die Chance, mitzumischen, obwohl seine Form insgesamt und auf Sand im Jahr 2021 bisher zu wünschen übrig lässt. Thiem ist nach dem Ausscheiden von Dennis Novak, Jurij Rodionov und Sebastian Ofner in der Qualifikation der einzige Österreicher im Herren-Einzel-Hauptbewerb. Der Lichtenwörther spielt in der Hälfte des Turnierbaums, in der Daniil Medvedev die nominelle Nummer eins ist. Der Russe ist, trotz Platz zwei der ATP-Rangliste, nicht zu den Favoriten zu zählen. Er ist als Nummer zwei gesetzt, konnte allerdings noch nie ein Spiel im Hauptfeld des Turniers für sich entscheiden. Bisher trat er vier Mal an, vier Mal scheiterte bereits beim Auftakt.

Das Turnier der Damen bietet ebenfalls Spannung, nicht zuletzt, weil die Siegerinnen von 2019 und 2020, Ashleigh Barty und Iga Swiatek, zum ersten Mal zusammen in der Auslosung sind. Barty verzichtete auf das letzte Turnier. Dafür muss die Siegerin von 2018 und dreimalige Finalistin Simona Halep verletzungsbedingt passen. Ebenso wie der Champion der Herren von 2015, Stan Wawrinka, der damit seine Serie von 16 aufeinanderfolgenden Auftritten in Paris beendet.

 

Men to watch

Eine Reihe von Spielern könnte Djokovic und möglicherweise sogar Nadal bei der diesjährigen Veranstaltung fordern. Als offener Geheimtipp gilt der 22-jährige Casper Ruud. Der Norweger hat bisher eine beeindruckende Sandplatzsaison hinter sich und erreichte sowohl in Monte Carlo als auch in Madrid das Halbfinale. Auch in München erreichte er das Halbfinale und in Marbella das Viertelfinale. Zudem stand Ruud im Finale der Geneva Open. Selbst Nadal schätzt den Youngster enorm stark ein.

Stefanos Tsitsipas und Alexander Zverev sind ebenfalls in Topform und haben in Monte Carlo bzw. Madrid gewonnen, was ihnen in Roland Garros gute Chancen einräumen dürfte.

Jannik Sinner könnte auch überraschen, obwohl seine Sieg-Niederlage-Bilanz mit 7:5 auf Sand im Jahr 2021 nicht ganz so beeindruckend ist. In Barcelona stand er im Halbfinale. In Monte Carlo, Madrid und Rom scheiterte er jeweils in der zweiten Runde, wobei er im ersten und letzten Fall sehr schlechte Auslosungen erwischte und gegen Novak Djokovic bzw. Rafael Nadal unterlag. Im letzten Jahr erreichte er in Paris das Viertelfinale und scheiterte erst am späteren Sieger Nadal.