Tennis

French Open: Zverev gegen Nadal um Einzug ins Finale

Juni 3, 2022

Bei den US Open 2020 stand Alexander Zverev erstmals in einem Grand-Slam-Finale. Gelingt ihm bei den French Open 2022 der große Coup? Im Halbfinale steht der Sandplatzkönig im Weg.

Vor zwei Jahren erreichte Deutschlands Tennis-Nummer-1 Alexander Zverev zum bisher einzigen Mal das Finale eines Grand-Slam-Turniers: Bei den US Open 2020 musste er sich in fünf Sätzen Österreichs Tennisass Dominic Thiem geschlagen geben. Bei den French Open 2022 präsentiert sich Zverev bisher in blendender Form.

Zverev mit bestem Spiel 2022

Im Viertelfinale gegen den 19-jährigen spanischen Shootingstar Carlos Alcaraz setzte sich der Deutsche mit 6:4, 6:4, 4:6, 7:6 durch und konnte damit einen Mitfavoriten um den Triumph in Roland Garros in die Schranken weisen. Es war das wahrscheinlich beste Spiel von Zverev im Jahr 2022 – nach 3:18 Stunden verwandelte er seinen zweiten Matchball und beendete damit eine viel zu lang andauernde Serie, die ihm bisher große Erfolge verwehrte: Zum ersten Mal gelang ihm – im bereits zwölften Versuch – zum ersten Mal einen Top-Ten-Spieler in einem Grand-Slam-Turnier zu besiegen. Und Zverev verriet, was er Alcaraz nach dem Spiel flüsterte: „Ich sagte ihm am Netz, dass er dieses Turnier nicht nur einmal, sondern viele Male gewinnen wird“. Und der Nachsatz des Hamburger, den er mit einem Lächeln vortrug: „Ich hoffe, dass ich es gewinne, bevor er uns alle hier schlägt und wir keine Chance haben werden.“

„Zeit, einen Grand Slam zu gewinnen“

Im Halbfinale wartet auf Zverev nun der nächste harte Brocken: Sandplatzkönig Rafael Nadal. Der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten – 21 Grand-Slam-Titel bisher – ist auch mit 35 Jahren noch immer absolute Weltklasse und besiegte im Viertelfinale in einem sehenswerten Match den Weltranglistenersten Novak Djokovic in vier Sätzen. Es sei für ihn an der Zeit, „auch einmal einen Grand Slam zu gewinnen“, hatte Zverev schon vor dem Viertelfinale gesagt. Sollte ihm das gelingen, wäre es aus vielerlei Hinsicht historisch. Djokovic wird seine Weltranglistenführung aufgrund des Viertelfinalaus‘ in Paris auf jeden Fall verlieren, wenn Zverev tatsächlich ins Finale einzieht und dann dort tatsächlich triumphiert, würde er obendrein auf Platz eins der Weltrangliste rutschen. Er wäre erst der zweite Deutsche an der Spitze des ATP-Rankings nach Boris Becker. Eines ist schon sicher: Zumindest Platz zwei wird es nach Paris für ihn sein.