Tennis

Wimbledon: Wer soll Novak Djokovic schlagen?

Juni 30, 2021Juli 12th, 2021

Wimbledon, das einzige Grand-Slam-Turnier des Jahres auf Rasen, kehrt nach zwei Jahren zurück. Während Novak Djokovic der Titelverteidiger bei den Herren ist, ist bei den Damen die Rumänin Simona Halep die gejagte Titelverteidigerin – allerdings muss sie verletzungsbedingt passen.

Der topgesetzte Spieler, die Nummer eins der Welt, der Titelverteidiger und der Gewinner der letzten beiden Majors heißt: Novak Djokovic. Kein Wunder, dass der Serbe der absolute Topfavorit auf den Titel ist. Der 34-Jährige startete bereits am Montag ins Turnier. Zum Auftakt wartete der Brite Jack Draper. Zur großen Überraschung musste er sich im ersten Satz geschlagen geben, doch dann drehte der Djoker auf – 4:6, 6:1, 6:2, 6:2 lautete schlussendlich der Endstand. Djokovic zeigte, trotz Anlaufschwierigkeiten, wieder was er kann. Um ihn bei diesem Turnier zu schlagen, muss wirklich alles perfekt zusammenpassen.

 

Tsitsipas und Medvedev keine Titelanwärter

Herausforderer gibt es viele, einer hat sich in Runde eins bereits verabschiedet: Stefanos Tsitsipas. Vor wenigen Wochen stand er noch im Finale der French Open, wo er sich dem Überflieger Djokovic beugen musste. Viele rechneten mit einem erneuten Aufeinandertreffen der beiden, doch der Grieche musste nach einer bitteren Klatsche die Sachen packen. Frances Tiafoe zwang den Favoriten in drei Sätzen in die Knie.

An Nummer zwei gesetzt ist Daniil Medvedev. Auf der Habenseite steht bei ihm, dass er auf Rasen besser ist als auf Sand. In Paris stand er im Viertelfinale und zuletzt zeigte er schon, dass er auch auf Rasen in einer durchaus guten Form ist. Der Russe ist im Prinzip Immer gefährlich, dennoch ist mit ihm nicht unbedingt zu rechnen.

 

Zverev nach Absagen auf vier gesetzt

Zwei klingende und große Namen, die in Wimbledon fehlen, sind Rafael Nadal und Dominic Thiem. Der Spanier sagte aufgrund von körperlichen Belastungen ab, während der Österreicher zuletzt in Mallorca aufgrund einer Handgelenksverletzung aufgeben musste und nun mehrere Wochen auf Tennis verzichten muss.

Alexander Zverev ist somit auf Nummer vier gesetzt. Der Deutsche und der Argentinier Diego Schwartzman erreichten am Dienstag bereits mühelos die zweite Runde. Zverev ließ dem niederländischen Qualifikanten Tallon Griekspoor beim 6:3, 6:4, 6:1 keine Chance. Auch die Nummer neun aus Südamerika machte mit Benoit Paire beim 6:3, 6:4, 6:0 in nur 91 Minuten kurzen Prozess. Er benötigte nur zwei Minuten länger als Zverev.

 

Außenseiterchancen für Rublev und Berrettini

Ein weiterer junger aufstrebender Athlet, den man auf der Rechnung haben sollte, ist Andrej Rublew. Der Russe zeigt Woche für Woche welches Talent in ihm steckt, auch wenn er dies bei Majors noch nicht wirklich zeigen konnte. Ähnliches gilt auch für Matteo Berrettini, die italienische Nummer eins konnte mit dem Titel im Londoner Queen‘s Club bereits sein Talent auf Rasen unter Beweis stellen.

Roger Federer ist auch wieder mit von der Partie. Der Schweizer kommt allerdings mit wenig Matchpraxis nach England. Aber Wimbledon ist Wimbledon, wenn er sein 21. Major gewinnen kann, dann höchstwahrscheinlich hier. Er verließ Paris ungewohnt früh, um sich auf dieses Turnier ideal vorzubereiten.