Wintersport

Biathlon in Ruhpolding: Die Skijäger zu Gast im Mekka ihres Sports

Januar 10, 2022

Nur wenige Orte im Biathlon-Sport genießen derart viel Prestige wie Ruhpolding. In Deutschland gehen die besten Skijägerinnen und Skijäger gerne auf die Pirsch um Weltcup-Punkte und Sieges-Ehren – so auch diese Woche.

Mit einem Sieg in der Team-Challenge reisen die Österreicher Lisa Hauser und Felix Leitner zurück nach Ruhpolding. Sie hatten sich kurz nach Weihnachten den Team-Wettbewerb in Ruhpolding den Sieg sichern können. Eine Wiederholung dieses Kunststückes, und damit verbunden ein Sieg bei einer Einzelkonkurrenz, ist jedoch ein schwieriges Unterfangen – immerhin ist die Leistungsdichte enorm.

Damen: Die üblichen Verdächtigen

Begonnen wird das Spektakel mit jeweils einem Sprint der Damen und Männer am Mittwoch bzw. Donnerstag. Bei den Damen werden die üblichen Verdächtigen als Favoriten gehandelt. Allen voran die norwegische Gesamtweltcup-Führende Marte Olsbu Röiseland dürfte auf einen neuerlichen Erfolg aus sein. In den drei Saisonsprints jubelte sie zweimal über den Sieg, einmal wurde sie Dritte. Ihre schärfsten Konkurrentinnen dürften die Öberg-Schwestern sein. Beide haben bereits in dieser Saison mit starken Leistungen in der Loipe und am Schießstand zum Überzeugen gewusst. Während Elvira Öberg auch im Gesamtweltcup auf die erste Verfolgerin von Röiseland ist, hat ihre Schwester Hanna den Springt im Heimrennen von Östersund für sich entscheiden können.

Herren: Starke Franzosen

Ähnlich spannend dürfte das Programm bei den Herren über die Bühne gehen. Quentin Fillon Maillet und sein französischer Landsmann Emilien Jacquelin sind bisher das Maß aller Dinge. Mailet hamsterte in diesem Winter bereits fünf Podestplätze, dreimal davon stand er ganz oben. Jacquelin konnte nach drei zweiten Plätzen beim Massenstart im Heimrennen in Le Grand Bornand über seinen ersten Saisonsieg jubeln. Doch neben den starken Franzosen gelten auch der erst 24-jährige Schwede Sebastian Samuelsson sowie Biathlon-Superstar Tarjei Boe als aussichtsreiche Kandidaten auf den Sieg. Wie bei den Damen sind die Deutschen auch bei den Herren eher abgeschlagen. Johannes Kühn derzeit Zehnter im Gesamtweltcup ist noch der beste deutsche Skijäger in diesem Winter.

Vielleicht beflügelt aber der Wettkampf in der Heimat die deutschen Athletinnen und Athleten. Chancen auf einen Erfolg gibt es immerhin genug. So sind mit Spring, Staffel und Verfolgung jeweils drei Wettkämpfe für die beiden Geschlechter im deutschen Norden dabei.