Biathlon

Biathlon-Weltcup-Auftakt: Die Jagd beginnt in Östersund

November 26, 2021

Die Weltcup-Saison im Biathlon startet dieses Wochenende im schwedischen Östersund. Auf die Skijäger wartet gleich aus mehreren Gründen ein ereignisreicher Winter.

 

Nach dem vergangenen Winter die Coronapandemie einen erheblichen Einfluss auf den Weltcup-Kalender hatte, hoffen die Athleten und Athletinnen diese Saison auf eine normale Durchführung. Mit im Programm sind jedenfalls die Klassiker in Schweden, Frankreich und im deutschen Ruhpolding. Letzte Saison mussten diese Prestigerennen der Pandemie noch weichen. Auch die Olympia-Generalprobe in Peking wurde letztes Jahr abgesagt, umso spannender wird die Entscheidung im Februar sein, wer sich in China das begehrte Edelmetall aus Gold, Silber oder Bronze sichern kann.

 

Norwegische Dominanz?

Die besten Chancen auf olympisches Edelmetall und Kristallkugeln dürften sich wohl die üblichen Verdächtigen machen. Die norwegische Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison Tiril Eckhoff ist ebenso hoch einzuschätzen wie ihre Landsfrau Marte Olsbu Röiseland. Aus Norwegen dürften auch bei den Männern jene Athleten kommen, die es zu schlagen gilt. Johannes Thingnes Bö geht diesen Winter nämlich bereits auf die Jagd nach seiner vierten großen Kristallkugel in Serie. Sein Teamkollege Sturla Holm Laegreid gilt dabei als aussichtsreicher Konkurrent. Neben der norwegischen Übermacht sind besonders die Athleten und Athletinnen aus Frankreich nicht zu unterschätzen. Für die Deutschen könnte es hingegen ein schwieriger Winter werden. Nach dem Rücktritt von Olympiasieger Arnd Peiffer müssten die DSV-Jäger „kleinere Brötchen backen“, wie Erik Lesser gegenüber dem Kicker eingestand.

 

Geisterrennen und 3G-Pflichten

Für die Fans des Biathlon-Sports stellt sich natürlich zudem die Frage, ob sie ihre Helden und Heldinnen anfeuern dürfen. In Östersund wird mit 3.000 Fans zum Auftakt gerechnet, am Wochenende werden dann sogar 5.000 Fans erwartet. Deutlich stiller wird es jedoch in Österreich zugehen. Der Lockdown in der Alpenrepublik bringt Geisterrennen. Für die Bewerbe in Frankreich ist derzeit vorgesehen, dass die 3G-Regel für Zuseher eingesetzt wird. Für die Sportlerinnen und Sportler gilt jedenfalls ein strenges Konzept. Händeschütteln ist demnach ebenso wenig erlaubt wie Pressekonferenzen mit Journalisten im gleichen Raum. Für IBU-Renndirektor Felix Bitterling liege es jedenfalls an den Athleten und Athletinnen „wie gut die Saison verlaufen wird“.